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Geschrieben von A.N. Other am 05.06.2009 um 15:56:

  Die Piratenpartei

Mittlerweile ist die Piratenpartei bei der Europawahl wählbar.

In manchen Dingen sind sie zwar utopisch / unrealistisch, aber im Gegensatz zum Rest der Leute in den Parlamenten sind die Vertreter dieser Partei in Sachen Neue Medien kompetent zwinkert

Link zur Homepage: http://piratenpartei.de/
Zusammenfassung in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Piratenpartei_Deutschland



Geschrieben von Mulciber am 05.06.2009 um 16:02:

  RE: Die Piratenpartei

Zitat:
Original von A.N. Other
[...] Vertreter dieser Partei in Sachen Neue Medien kompetent zwinkert


Ich studiere was mit Medien, ich glaube ich werde sie wählen ...

Nein, tu ich nicht. Nicht, weil ich sie nicht interessant oder attrative finde, sondern weil es doch Punkte gibt, die mir wichtiger sind als moderne Medien und ich habe Angst, dass - wenn ich nicht eine Partei wähle, die diese Punkte unterstüzt - ich indirekt die "Falschen" wähle, bzw. meine Stimme in den Wind werfe und die Partein, welche ich falsch finde, sind leider zu groß um ignoriert zu werden.

Oder um es kurz zu sagen: Ich wähle nach Pragmatismus, nicht nach Ideal.



Geschrieben von VigilNoctis am 05.06.2009 um 16:20:

 

Ich bin auch nicht überzeugt.
Ich finde keine Statements zu anderen Themengebieten auf der Homepage. Erscheinen die dann im Parlament nur, wenn es um Urheberrecht, Datenschutz und solche Dinge geht und machen den Rest der Zeit frei? Oder muß ich mich drauf verlassen, dass die dann bei anderen Themen auch zufällig die gleiche Meinung haben wie ich?

Find ich alles leider noch ein wenig zu unausgereift um tatsächlich ne Alternative zu sein.



Geschrieben von Raistlin am 05.06.2009 um 17:08:

 

'Spaßparteien' sind grundsätlich nicht wählbar. Das trifft hier auch auf die Piratenpartei zu.



Geschrieben von messias am 06.06.2009 um 14:02:

 

Ich finde die Piratenpartei iist ernsthafter als als die FDP..
Was ist denn Spaß an der Piratenpartei außer dem kuhlen Namen?

Ich finde zum Beispiel die Sache mit der Abschaffung von Patenten auf Leben gehört wirklich durchgesetzt.

Ich meine was ist denn das für eine seltsame Gesetzgebung in der es legal ist denn das bitte wenn auf dem einen Feld Patentmais angebaut wird, der das andere Feld befruchtet, den Bauern der nie Patentmais angehbaut hat zwingt Unsummen an Kohle an irgendwelche Firmen die das Patent auf eine bestimmte Sorte Mais haben zu zahlen. Ich finde sowas pervers und keinesfalls ein Programmpunkt einer Spaßpartei.

Zum Glück hat jeder das Recht in Deutschland eine Partei so zu gründen wie er es für richtig hält sonst gäbe es wirklich nur unwählbare Parteien..



Geschrieben von Dunkelbunter am 06.06.2009 um 14:22:

 

Zitat:
Original von Raistlin
'Spaßparteien' sind grundsätlich nicht wählbar. Das trifft hier auch auf die Piratenpartei zu.


Und was ist dann wählbar ?
Ich kann mich mittlerweile mit keiner Partei mehr identifizieren.

Und die Piratenpartei ist keine Spasspartei.
Sie ist nur eine Junge Partei für überwiegend junge Wähler.

In Schweden rechnet man damit, dass Sie bei den nächsten Wahlen sogar die drittstärkste Kraft werden kann.

Und die Wahl zwischen CDU, SPD, Grüne, Linke oder FDP zu haben ist so, als müsste ich Scheisse nach Geruch sortieren.



Geschrieben von inner_conflict am 06.06.2009 um 15:10:

 

... gestern kam in Kulturzeit auf 3sat ein längerer Beitrag über die Partei, ich würd die sofort wählen.

Wenigstens eine Partei, die ihre Wàhler nicht kriminalisiert!


... interessant, wie zur Zeit am Tätervolk Image gebastelt wird von den grossen Parteien... der Täterbegriff ist nur abstrakter geworden, weil man schon Täter ist, wenn man es der Möglichkeit ist, also bevor man überhaupt etwas getan hat, - und weil eigentlich fast alle Handlungen zu Taten erklärt werden können.



Geschrieben von Raistlin am 06.06.2009 um 15:58:

 

Die Piratenpartei ist deshalb keine ernstzunehmende Partei, weil sie nur in eine Niesche schlägt. Sie hat sich auf ein 3-4 Themen eingeschossen und zum Rest nichts gesagt oder gar nichts zu sagen. Informationelle Selbstbestimmung schön und gut, aber was ist mit anderen wichtigen Themen, die bei dieser Wahl für das Kreuz entscheidend sind?

Wir haben also das Thema Neue Medien abgedeckt. Aber was ist mit Ökologie, Gesundheitsversorgung, Außenpolitik und vor allem der Wirtschaft?

Zu ökologischen oder wirtschaftlichen Themen, die wirklich wichtig sind, fehlt jegliche Aussage. Was ist mit der Abschaltung der Atomkraftwerke? Was mit der Aufnahme von neuen Mitgliedsstaaten? Einheitliche Qualitätsstandards in der Gesundheitsversorgung, dem Arbeitsmarkt, Höhe von Managergehältern, Agrarsubventionen, Tempolimit, Streitkräfte, Privatisierung von Banken oder der Umsatzsteuer?

Eine Partei, die die meisten Themengebieten einfach ignoriert, und sich nur auf Datenschutz und Patentrechte stürzt, ist weder ernstzunehmen noch von einem politisch interessierten Bürger wählbar. Da keiner weiß ob und inwiefern die eigene Interessen in ca. 90% der Fälle des politischen Alltags vertreten werden, ist dies, als würde man seine Stimme wegwerfen.

Stellt euch mal vor, ihr wählt alle die Piratenpartei und sie wird stark genug um Gesetzgebungen zu beeinflussen. Dann kommen Themen wie Tempolimit, Mindestlohn oder Einwanderungspolitik auf den Tisch und die Partei, die ihr alle gewählt habt, vertritt hierbei eure komplett gegensächliche Meinung. Wäre doch bestimmt lustig, nicht? zwinkert



Geschrieben von inner_conflict am 06.06.2009 um 16:45:

 

.... alle Parteien fangen ja als Nischenparteien an, nicht?


... je nach dem wie sich die Partei entwickelt, wird sie sicher Positionen zu den anderen Bereichen finden. Ich seh da kein Problem...


... und ausserdem:
Das Thema Internet und vor allem das Thema Zensur sind extrem wichtig, denn an sowas hängt letztlich das Projekt Demokratie, nicht? Was Schäuble, Wiefelsspütz, von der Leyen usw betreiben, ist eine Vernichtung von Öffentlichkeit im grossen Stil. Wo überwacht wird, begegnen sich die Menschen nicht mehr als gleichwertige Bürger im Raum, daher ist die Vernichtung von Öffentlichkeit eine Vernichtung von Demokratie. Das fängt bei der Videoüberwachung an, geht über die Privatisierung des öffentlichen Raumes (Bahnhofsordnungen) und Internetzensur ist nun der nächste Schritt...
Im Moment ist die BRD dabei, der DDR beizutreten und die grosse Koalition täte gut daran, darüber einmal nachzudenken...

Ansonsten herrschen bald chinesische Zustände, oder kasachische... mit nur einer Partei, die dann immer 99% der Wählerstimmen erhält... Wär doch auch lustig, nech?



Geschrieben von messias am 06.06.2009 um 17:20:

 

*hust*
genau so haben die grünen auch angefangen.. das ist nun wirklich kein Argument, schon garnicht warum sie eine Spaßpartei sein soll, scheinbar kennst du die Definition von "Spaß" nicht.

Damals sagten acuh ganz furchtbar lustige Politiker "mit den Grünen wollen wir nichts zu tun haben das ist keine Demokratische Partei" ich wette das auch ein paar Spaßvögel etwas in der Art von "Spaßpartei" gesagt haben. Siehe da und jetzt sind sie etabliert.

Sowas nennt man lebendige Demokratie. Ich bin sehr froh drum das ich nicht davon ausgehen muss das meine Enkel immer noch Die selben Müll in den Bundestag wählen wie die Generationen davor.

Das ist ein bischen wie bei Büchern, Kino, Fernsehen, Internet, Killerspielen..neue Medien werden immer verteufelt so auch neue Ideen oder eben Parteien.
Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht.

Es gibt in der Bevölkerung eben nicht nur 3 Meinungen wie: links, rechts, gradeaus..


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