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Thema: Studiengebühren
nekrad

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Hits: 37.429
06.05.2006 06:23 Forum: Schule / Studium / Beruf


hier nun Teil 3 ... bin mal gepannt obs reicht ...


Zitat:
Original von [robson]
Mein Ansatz war, dass nicht zuletzt aufgrund unseres durch den Kapitalismus erworbenen Wohlstandes Bildung für (fast) alle möglich geworden ist durch Computer, Internet etc. Natürlich bieten auch andere Staatsentwürfe Zugang zu Bildung, doch - wie die Geschichte (in der Sowjetunion, der DDR, in China) - gezeigt hat, konnte der Kommunismus unter Ablehnung des kapitalistischen Prinzips, sowohl wirtschaftlich wie technologiebezogen nicht mithalten.


Solche konkreten technischen Entwicklung nur am Gesellschaftssystem festzumachen, ist doch wirklich ein wenig blauäugig.
Um mal konkret auf die DDR und Mikroelektronik/Computer einzugehen: es mangelte uns damals einfach "nur" an der entsprechenden Reinraumtechnologie für eine hinreichend preiswerte Chip-Fertigung. Deshalb war die Ausschußrate so (zT. > 90% !) extrem hoch und ICs damit so teuer. Aufgrund des allgemeinen Embargos und des Koloniestatus konnten wir das auch schwer einkaufen. Somit liegt alles darauf basierende, vom Computer bis zum Mobiltelefon eigentlich alles flach - es kann sich einfach kaum jemand leisten.

In der allgemeinen Schaltungstechnik (zumindest dort wo man ohne hochintegrierte Chips auskam) war die DDR zT. viel viel weiter als andere Länder. Man nehme da mal die hochwertigen PA- und Funkanlagen. Gegen die RFT-Heimelektronik war doch zB. der Westkrams, auch im hochpreisigen Segment, zT. ein Scheißdreck. Ich hab noch so einige jahrzehnte alte RFT-Produkte im Betrieb, während die "guten" Westprodukte deutlich jünger schon lange ausgestiegen sind. Bei einem RFT-Verstärker geht mal ein Verschleißteil (Poti, Relais, Buchse, vielleicht auch mal ein Kondenstator oder ein Endstufentransistor) kaputt und läßt sich prima austuschen. Bei den Westprodukten ffliegt dann irgentetwas undefinierbares über den Jordan, und man kanns nur noch wegwerfen.

Also so schlecht, wie's immer dargestellt wird, waren die DDR-Produkte nun wirklich nicht. Es mangelte einfach nur an einzelnen Schlüsseltechnologien, die heute eben sehr breit verwendet werden. Ach, und wenn man schon vergleicht, dann muß man schon mit beiden Seiten gut zwanzig Jahre zurückgehen. Und man darf sich nicht nur einzelne Technologiebereiche aussuchen, die heute vielleicht grad den Massenmarkt für die grasende Herde dominieren.

Zitat:
Original von [robson]
Ich bin übrigens selbst in der DDR aufgewachsen, mein erster Computer war 1988 der schon damals hoffnungslos veraltete Commodore C16, den mir meine Eltern mit nicht gerade geringem finanziellen Eigenaufwand zur Verfügung gestellt hatten, weil sie, ganz im Gegensatz zum Bildungssystem der DDR, erkannt hatten, dass die Zukunft der Bildung in diesen unscheinbaren Kisten liegt.


Unfug ! Man hat in der DDR sehr wohl das Potenzial von Digitalrechnern erkannt. Nur waren sie aus genannten Gründen noch viel zu teuer, um großflächig eingesetzt zu werden.

Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
Das ist für einen Arbeitslosen, der von einem Betrieb gefeuert wurde, der immer höhere Gewinne einstreicht, ein Schlag ins Gesicht.


Da magst du recht haben. Das sollte so auch nicht sein. Genausowenig sollte man alle Betriebe in diese Kategorie der lediglich auf Gewinnmaximierung aus seienden Firmen stecken. So ein Verhalten ist nicht das, was ich unter "modernem Kapitalismus" verstehe.


Dann hast Du offentsichlich eine völlig andere Definition des Kapitalismusbegriffs als 99% der restlichen Bevölkerung. Kapitalismus ist *genau* das beschriebene: Profitmaximierung zum Selbstzweck. Das hat schon lange, lange nichts mehr mit einem Markt zu tun.

Ich bin ein großer Verfechter eines lebendigen Marktes. Dieser braucht natürlich - um lebendig zu bleiben, gewisse Parameter. Beispielsweise daß jeder Einzelne mit genügend Mitteln ausgestattet wird, um souverän am Markt teilnehmen zu können. Bildung ist das ein ganz fundamentales Mittel.

Zitat:
Original von [robson]
Ich meinte mit "überfüttern" den Zustand vor Einführung der Studiengebühren.


Worin besteht da genau die Überfütterung, wenn man die breite Bevölkerung *nicht* nochmal extra für etwas abkassiert, wofür sie ja eh schon genug Steuern zahlen ?

Zitat:
Original von [robson]
Bildung (nahezu) kostenlos, überall Vergünstigungen für Studenten und für viele (aber bei weitem nicht alle! ist das gerecht?) auch noch zusätzlich staatliche Unterstützung in Form von Bafög.


Ahja, wo genau sind denn die vielen tollen Vergünstigungen ? Bekomm ich als Student denn Wohnung, Kleidung, Essen, etc billiger als nicht-Studenten ?

Ahja, Bafög: das gibts prinzipiell für alle jungen Leute in Ausbildung, sofern Pappa nicht "zu viel" Einkommen hat. (daß damit verbundenen Regelungen zT. ziemlich absurd sind, ist eine andere Sache).

Zitat:
Original von [robson]
Bafög dient ja zuerst der Grundversorgung des einzelnen, bedürftigen Studenten, mit Bezahlen für Bildung hat das ja erst mal nichts zu tun, da müssen, wie auch schon häufig gesagt, andere Wege gefunden werden, einen Studienkredit für alle finde ich durchaus reizvoll.


Das haben wir doch beim Studenten-Bafög bereits. Der überwiegende Teil muß das sowiso schon zurückzahlen.

Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
In Zeiten von mittelfristigem Akademikerüberschuss und wirtschaftlichem Aufschwung könnte man über so etwas nachdenken. Aber selbst dann hätte ich generelle Vorbehalte.


Ich denke, dass die Weichen schon vor dem wirtschaftlichen Aufschwung gestellt sein müssen, wie wir alle wissen, mahlen die Mühlen der Bürokratie eher langsam. Deine generellen Vorbehalte würden mich aber auch noch interessieren.


Ja, deshalb müssen die Weichen *jetzt* gestellt und sinnlose Bürokratie vernichtet werden.
Mit tausenderlei Gebührenregelungen, Stipendien, Krediten, usw, usw wird nur noch mehr Bürokratie gezüchtet. Eine Entlastung für die Gellschaft bringt das unterm überhaupt nicht, nur noch mehr Kosten.

Zitat:
Original von [robson]
*g* genau, ich sprach ja auch nicht davon, dass man die Subventionierung abschaffen sollte, sondern über Ideen nachdenken sollte, dass die Bundeswehr nicht nur durch Subventionen finanziert wird. Nehmen wir als Beispiel die Fussball-WM (weil gerade in den Medien gewesen), wird die Bundeswehr zum Schutz der Stadien eingesetzt (darüber kann man jetzt denken wie man will), soll die Fifa dafür bitteschön auch zahlen und das Geld wieder in die Bundeswehr gesteckt werden, aber das ist eine andere Diskussion.


Ich bin generell dagegen, daß das Militär im Inneren eingesetzt wird. Ich sehe überhaupt nicht ein, daß so ein grundlegend kommerzieller Großveranstalter irgenteine Unterstützung von meinen Steuergeldern erhält - ich bekomm ja auch nichts vom Staat, wenn ich irgentwo eine öffentliche Party veranstalte.

Wenn da jemand so eine Großveranstaltung machen will, dann muß er einfach nachweisen, daß er für die nötige Sicherheit gesorgt hat, ansonsten keine Genehmigung. Fertig. Das ist dann Sache des Veranstalters, wie er das anstellt.

Zitat:
Original von [robson]
Mein Satz war eher auf die USA gemünzt, aber gut: die skandinavischen Länder haben keinen sozialistischen Staat hochpäppeln müssen (*zwinker* @RiverzEnd), haben teilweise einen enormen Rohstoffvorteil, weniger Bevölkerung und ein grosses Akademikerdefizit, die wirtschaftliche Lage lässt es in D. schlichtweg nicht zu, Subventionen hochzufahren.


Wieso genau reden wir jetzt über das Hochfahren von Subventionen ?
Es ging doch eben darum, neue Abgabensysteme zu installieren und drumrum weitere Systeme, die dann zumindest die offentsichtlichsten Schäden irgentwie abdämpfen sollen.

Außerdem: der Staat hat genug Geld. Er darf es eben nicht so massiv verbrennen. Siehe Steuerverschwendung.

Zitat:
Original von [robson]
Eine Vorstellung, die man aber auch nicht direkt widerlegen kann, nicht? Ein Blick auf die Welt zeigt doch, dass der finanzielle Wohlstand in kapitalistisch ausgerichteten Staaten höher ist als der in z.B. pseudo-kommunistischen Staaten, ich denke aber, man sollte den Vergleich der Systeme nicht überstrapazieren, jedes System kann in dieser oder jener Hinsicht ausarten, sowohl positiv, wie negativ.


Also diese Diskussion halte ich für sinnlos. Das impliziert doch schon, als gäbe es nur diese beiden Gesellschaftsmodelle.

--

Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von [robson]
Im Übrigen hat auch unsere Iudikative den Stein "Studiengebühren" zu Recht unmissverständlich ins Rollen gebracht.


Das Bundesverfassungsgericht hat nur entschieden, dass Studiengebühren nicht Sache des Bundes sind, sondern Sache der Länder; also keine inhaltliche Entscheidung, sondern eine rein formelle.


Richtig. Gerichte können keine Gesetze machen. Es ging in der Sache doch ledeglich darum, daß der Bund generell Studiengebühren verboten hat. Solche Entscheidungen stehen im nach dem Grundgesetz aber nicht zu. Solche Dinge sind ausschließlich Länderhoheit, und das ist eigentlich auch gut so.


--


Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
Es ist (für den Bürger/Wähler) einfacher und übersichtlicher, die Gebühren generell zu verhindern, als dann hinterher die Haushaltsplanung zu beeibflussen.


Das mag sein. Gibt es eigentlich statistische Erhebungen darüber, wieviele Menschen in D. wirklich gegen eine Einführung von Studiengebühren sind?


Gibt es eine statistische Erhebungen darüber, wieviele Menschen in D. wirklich *für* eine Einführung von Studiengebühren sind?
[/quote]

[quote]Original von [robson]
[quote]Zum anderen sehe ich das Ideal einer menschlichen Gesellschaft in Möglichkeiten und Vertrauen.
Wenn man als Gemeinschaft jedem einzelnen die Möglichkeiten bietet, sich zu entfalten, und darauf vertraut, dass er dann etwas tut, das der Gemeinschaft als Ganzes wieder nutzt, ist das gesellschaftliche Optimum zu erreich
Thema: Studiengebühren
nekrad

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05.05.2006 17:13 Forum: Schule / Studium / Beruf


Da ich jetzt auch wieder antworten darf, hier Teil 2:

Falls es wieder abgechnitten wird, bitte nchmal das posten, damit ich wieder kann ...

----


Zitat:
Original von [robson]
Das Wertesystem des gesellschaftlichen Kapitalismus ist doch ganz einfach, das, was wirtschaftlichen Vorteil für die Gemeinschaft bringt, wird gefördert, was nicht, weg damit und so falsch ist das gar nicht, wenn uns das Wohl der Gemeinschaft am Herzen liegt. Auch der moderne "Kapitalismus" weiss, dass nicht nur der schnelle Euro zählt.


Nein, Kapitalusmus ist exakt nur auf den finanziellen Eigennutz ausgerichtet. Das ist als Grundlage für das Handeln Einzelner durchaus okay, aber nicht für volkswirtschaftliche Betrachtungen.

Übrigends: Markt und Kapitalismus sind immernoch zweierlei.

Zitat:
Original von [robson]
Da die Diskussion, ob Studiengebühren ja oder nein, in der Realität nun schon entschieden zu sein scheint, sollte man sich mehr darauf konzentrieren, das Bestmögliche herauszuholen, dass heisst, dafür zu sorgen, dass niemandem der Zugang zu Bildung erschwert wird und dass die gewonnenen Gelder gewinnbringend eingesetzt werden und nicht in irgendwelchen dubiosen Löchern verschwinden.


Aha. Das kranke System als solches durchgehen lassen und versuchen, etwas zu flicken. Genau an dieser Flickschusterei krankt doch unser gesamter Staat. Genau deshalb ist die Verwaltung so extrem teuer. Genau deshalb werden so viele Mittel vernichtet. Genau deshalb verhindert der Staat erfolgreich Fortschritt und Wachstum.

Übrigends: diese Politik der vollendeten Tatsachen scheint ja ganz normal zu sein. Zumindest wird das immerwieder von der Lobby der Denkmonopolbesitzer (Denkmonopol=Patent) - die übrigends iW. aus genau jenen Weltkonzernen besteht, die sich hierzulande so sehr als die großen Bildungsförderer an den Unis aufspielen - zu praktiziert. Glücklicherweise konnten wir es bisher aufhalten, denn sonst wäre die derzeit freie und lebendige IT-Branche in Europa erfolgreich zerstört.

--

Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von [robson]
Warum wir uns das gerade jetzt nich leisten sollten, musst du mir aber bitte noch erläutern, wenn man die Abfahrt des Zuges verpennt hat, bleibt man doch nicht liegen, sondern nimmt den nächsten, oder?


Man nimmt den nächsten Zug. Der fährt aber nicht sofort. Jetzt Studiengebühren einzuführen, würde in dem Bild Entsprechnung finden, hinter dem Zug auf den Gleisen herzulaufen und dabei vom nächsten überrollt zu werden.


Sehr schönes Bild lächelt

Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von [robson]
Da die Diskussion, ob Studiengebühren ja oder nein, in der Realität nun schon entschieden zu sein scheint


Wir sind die Realität!


Voll und ganz richtig !

Nach wie vor haben wir ein (mehr oder weniger ;-o) demokratisches System: dh. die Menschen müssen sich mit ihren Bedürfnissen einfach nur lautstark genug bemerkbar machen. Das Grundübel ist doch aber, daß den Leuten die Politk offenbar völlig am Arsch vorbei geht und sie lieber nur meckern.

Mal als Beispiel: wer von Euch ist denn hier in irgenteiner politischen Organisation tätig ?


--


Zitat:
Original von Nachtschatten
Was mich an den Studiengebuehren total stoert ist dieses pauschale "Jeder zahlt 500 Euro, Ende." traurig
Das koennte sich ruhig daran orientieren, welche finanziellen Mittel ein Student denn so zur Verfuegung hat.


Das muß natürlich alles geprüft und kontrolliert werden - sonst macht es keinen Sinn.
Und was kostet das dann alles wieder ?

Dienigen, die hier die Einführung eines solchen Systems fordern, mögen doch bitte erstmal ein brauchbares Organisationskonzept auf den Tisch legen und zeigen, welche Resourcen dieses System für sich selbst beansprucht und wie es die propagierten Ziele umsetzt.

Für mich als langjährigen Informatiker gilt als oberste Direktive: make it as simple as possible.
Das einfachste ist in diesem Fall, garkeine Gebühren zu erheben und die Mittel weiterhin aus dem Landeshaushalt zu nehmen. Das dürfte sicherlich das effizienteste sein.

Zitat:
Original von Nachtschatten
Klar, wenn da ein Student seinen Jaguar aufschliesst, Laptop auf den Ruecksitz wirft und dann wegbraust (hab' ich so gesehen ô.o) - der duerfte reiche Eltern haben.


Mag sein, oder er ist eben selbst ziemlich wohlhabend. Na und ? Nur von dem jetzt Studiengebühren zu verlangen erfordert erstmal wieder einen haufen Bürokratie. Denn:

Nach dem Grundgesetz muß jeder gleich behandelt werden. Natürlich kann man die Gebühren vom Einkommen/Vermögen des Einzelnen abhängig machen. Aber das muß erstmal ermittelt und geprüft werden. Dem Gleichheitsgrundsatz zufolge muß das bei *jedem* Studenten gemacht werden - ganz gleich, ob er dann Gebührenpflichtig wird oder nicht. Das sind alles Kosten, die das System verursacht, und je komplexer das System ist, dh. je mehr Regeln es besitzt, um so schlimmer wird das.

Unser gesamtes Staatsgefüge krankt nicht daran, daß irgentjemand zu unrecht irgentwelche Subventionen erhält oder von Gebühren befreit wird, sondern an den zahllosen Regel, die ständig abgearbeitet/befolgt werden müssen. Da versinken die ganzen Steuergelder !

Mal ein kleines Beispiel: ich hatte vor einiger Zeit hatte ich auf 'nen Kaffe mit unserem lokalen (Stadt Plaue / Thür.) BUND-Vorsitzenden zusammengesessen und über ein paar Umweltprojekte geschwatzt, wie wir Rastsleute das evtl. unterstützen könnten, und ihm dann 5,- in die Hand gedrückt. Gestern hatt ich dann einen Brief von der Verwaltungsgemeinschaft (die sitzt im übernächsten Ort Gräfenroda) im Briefkasten. Da haben die mir doch tatsächlich per Post eine Spendenquittung über besagte 5,- geschickt. Unterschrieben von unsrem Plaue'schen Bürgermeister - ergo ist das Ding wahrscheinlich schonmal bei uns im Rathaus gewesen (falls er's nicht zufällig schon in der VG unterschrieben hat - das krieg ich aber heut noch raus lächelt ). Hätt man mir den Zettel nicht persönlich in die Hand drücken können, wo ich doch öfters im Rauthaus bin ? ... aber nein, die deutsche Bürokratie muß unbedingt 100% korrekt arbeiten, koste es was es wolle.

Zitat:
Original von Nachtschatten
Aber ich z.B. stehe da ziemlich schlecht da - Eltern geschieden, Mutter ne bessere Sekretaerin (soll nicht abwertend klingen) die nicht zahlen kann, Vater will keinen Unterhalt zahlen und windet sich raus... Ich bin dankbar dafuer, dass ich studieren kann, denn das kann ich nur weil es BAfoeG gibt.
Woher soll ich also die 500 Euro pro Semester (1000 Euro pro Jahr) nehmen?


Die Frage solltest Du mal Deinem MdL stellen. Sicherlich wird er dann schnell Verständnis zeigen, und ein System zum Gebührenerlass bei Bedürftigen (wir Dir) vorschlagen. Wenn genug Leute wie Du auf die MdLs einhämmern, wird sowas tatsächlich dann eingeführt, und je mehr Leute sich beschweren, um so höher wird die Bedürftigkeitsgrenze gesetzt und so mehr Sonderregeln wird es geben. Nach einer Weile wird dann die Verwaltung den größetn Teil der noch verbliebenen Gebühreneinnahmen fressen. Ja, so albern ist die Beamtenrepublik.

--

Zitat:
Original von [robson]
Ich versuche, da doch etas positiver zu denken, natürlich besteht - wie schon mehrmals gesagt - die Gefahr, dass das Geld in den Länderhaushalten verschwindet, aber eben das muss dann eben verhindert werden.


Sicher hast Du auch schon einen konkreten Vorschlag, wie das funktionieren soll ...

Bedenke: der Haushalt ist ein ganz normales Gesetz, völlig gleichwertig mit jenem Gesetz, das erst die Gebührengrundlage legt und eventuelle Vorkehrung für Deine Anforderung treffen müßte. Das wird von genau denselben Leuten mit genau denselben Mehrheitskriterien und genau denselben parlamentarischen Verfahren beschlossen.

Zitat:
Original von [robson]
Mein Ansatz war, dass nicht zuletzt aufgrund unseres durch den Kapitalismus erworbenen Wohlstandes Bildung für (fast) alle möglich geworden ist durch Computer, Internet etc. Natürlich bieten auch andere Staatsentwürfe Zugang zu Bildung, doch - wie die Geschichte (in der Sowjetunion, der DDR, in China) - gezeigt hat, konnte der Kommunismus unter Ablehnung des kapitalistischen Prinzips, sowohl wirtschaftlich wie technologiebezogen nicht mithalten.


Solche konkreten technischen Entwicklung nur am Gesellschaftssystem festzumachen, ist doch wirklich ein wenig blauäugig.
Um mal konkret auf die DDR und Mikroelektronik/Computer einzugehen: es mangelte uns damals einfach "nur" an der entsprechenden Reinraumtechnologie für eine hinreichend preiswerte Chip-Fertigung. Deshalb war die Ausschußrate so (zT. > 90% !) extrem hoch und ICs damit so teuer. Aufgrund des allgemeinen Embargos und des Koloniestatus konnten wir das auch schwer einkaufen. Somit liegt alles darauf basierende, vom Computer bis zum Mobiltelefon eigentlich alles flach - es kann sich einfach kaum jemand leisten.

In der allgemeinen Schaltungstechnik (zumindest dort wo man ohne hochintegrierte Chips auskam) war die DDR zT. viel viel weiter als andere Länder. Man nehme da mal die hochwertigen PA- und Funkanlagen. Gegen die RFT-Heimelektronik war doch zB. der Westkrams, auch im hochpreisigen Segment, zT. ein Scheißdreck. Ich hab noch so einige jahrzehnte alte RFT-Produkte im Betrieb, während die "guten" Westprodukte deutlich jünger schon lange ausgestiegen sind. Bei einem RFT-Verstärker geht mal ein Verschleißteil (Poti, Relais, Buchse, vielleicht auch mal ein Kondenstator oder ein Endstufentransistor) kaputt und läßt sich prima austuschen. Bei den Westprodukten ffliegt dann irgentetwas undefinierbares über den Jordan, und man kanns nur noch wegwerfen.

Also so schlecht, wie's immer dargestellt wird, waren die DDR-Produkte nun wirklich nicht. Es mangelte einfach nur an einzelnen Schlüsseltechnologien, die heute eben sehr breit verwendet werden. Ach, und wenn man schon vergleicht, dann muß man schon mit beiden Seiten gut zwanzig Jahre zurückgehe
Thema: Studiengebühren
nekrad

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Hits: 37.429
05.05.2006 09:15 Forum: Schule / Studium / Beruf


Zitat:
Original von Karzinom
für langzeitstudenten oder leute mit zweitstudium isses sinnvoll, 7


Schonmal in Erwägung gezogen, daß es Leute gibt, die während des Studiums auch noch ein paar andere Dinge tun, als einfach irgenteinen vorgegebenen Plan automatenartig abzuarbeiten ? Beispielsweise eigene Forschung, kulturelles oder soziale Engagement, oder einfach nur Arbeiten zwecks Lebensunterhalt ?

--

Zitat:
Original von [robson]
Richtig, Drittmittelfinanzierung wird ja nun auch schon seit Jahren forciert.


Genau. Öffentliche Hochschulen, die für Weltkonzerne arbeiten und deren Interessen vertreten, zB. zur Ausweitung des Monopolsystems ( -> http://www.softwarepatente.com/ )

Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
Tatsächlich ist es aber so, dass die Gesellschaft als ganzes darauf angewiesen ist, gut ausgebildete Mitglieder zu besitzen. Dementsprechend sollte es auch die Gesellschaft als ihre Aufgabe sehen, gemeinsam für Bildung zu sorgen.


Studiengebühren sind ein probates Mittel, den Studenten in die Verantwortung zu nehmen, die Ressourcen, die ihm der Steuerzahler bietet, nicht zu verschwenden, ich sehe darin nichts Schlechtes, ehrlich gesagt.


#1: wo genau ist die Korrelation zwischen den Gebühren und den in Anspruch genommen Resourcen ?
#2: zahlt ein Student etwa keine Steuern ?

Zitat:
Original von [robson]
Alle sind für Bildung verantwortlich, also sollen auch alle zahlen und zwar nicht nur der Steuerzahler, sondern auch derjenige, der direkt von einer - hoffentlich - guten Ausbildung profitiert und zwar nicht nur als späterer Steuerzahler, sondern in höherem Maße bereits während seiner Ausbildung.


Studenten profitieren während der Ausbildung ?
Wovon ? Daß sie zb. kostenlos für andere arbeiten ?

Zitat:
Original von [robson]
Richtig es wird Kürzungen in den Etats geben, aber das geht ja nun schon seit Jahren so und da hat sich ausser den direkt Betroffenen auch keiner beschwert. Mit der sogenannten Gesellschaft ist es nämlich - was Sinn für die Wichtigkeit der allgemeinen Bildung angeht - nicht weit her.


Es gibt nun aber eine weitere, wirksame Legitimation für noch schlimmere Kürzungen.

--

Zitat:
Original von NineBerry
Ich möchte übrigens mal wissen, was das alles für enorme Kosten sind, die ein "Faulenzer-Student" so verursacht. Wenn jemand keine Vorlesungen besucht, an keinen Übungen teilnimmt, etc, kann ner wohl auch keine großen Kosten verursachen.


Das geht ganz einfach: man nehme den Gesamthaushalt der Uni(s) und teile den durch die Studentenzahl. Da bekommt man eine Zahl raus, die Kosten pro Student.

Leider sind viele Politiker nunmal so dumm und denken wirklich so. Das sind etwa die gleichen Spinner, wie jene die meinen, daß man durch Gleichschaltung und Konzentration irgenteinen Fortschritt bzw. Kostensenkungen schaffen könnte (-> Debatte um Länderzusammenlegungen, etc).

--

Zitat:
Original von [robson]
Richtig, problematisch ist doch nur, dass viele Studenten sich gerade nicht auf ihr Studium mit allen zu Verfügung stehenden Ressourcen konzentrieren, sondern lieber dem heiteren Studentenleben frönen.


Konkrete Belege ?

Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
Ich möchte übrigens mal wissen, was das alles für enorme Kosten sind, die ein "Faulenzer-Student" so verursacht.


Gerne, soweit ich weiss, bekommen die Fachbereiche unter anderem ihr Budget bemessen nach Studentenzahlen, d.h. jeder Faulenzerstudent nimmt erstens anderen Fachbereichen womöglich Geld weg.


Achso, und deshalb willst Du einen prinzipiellen internen Fehler durch zusätzliche externe Regeln übertünchen ?

Zitat:
Original von [robson]
Zweitens, heisst "Faulenzerstudent" für mich nicht, dass keine Veranstaltungen besucht werden, sondern dass Veranstaltungen im Laufe der Studienzeit nicht mit gewünschtem bzw. erwarteten Erfolg besucht werden, das wiederum füllt die Veranstaltungen natürlich übermäßig, weil ähnliche Veranstaltungen mehrmals besucht werden müssen, dass führt zu Ballungen in Fächern wie der Germanistik, Geschichte etc., die ein unangemessenes Arbeitsklima zur Folge haben, was wiederum bedeutet, dass anderen Studenten der Lernerfolg unnötig erschwert wird, was wiederum zu Misserfolgen führt usw. usf.


Meinst Du nicht, daß man dann aber irgentwie sinnvollere Kriterien statt einfach nur die Dauer der Einschreibung suchen sollte ?

Zitat:
Original von [robson]
Du wirst zugeben müssen, dass das nicht gerade schnell zu einem Erfolg führen wird, deshalb am Schwanz packen und durchschütteln, so abgedroschen es klingt, wer für Bildung bezahlen muss, für den ist sie auch etwas wert.


Meinetwegen. Aber der Wert für ein EInzelnen muß auch immer relativ zu dessen persönlicher finanzieller Situation gesehen werden. Für manchen sind die 500,- ein Kacks, für andere aber eine Menge Schotter das erst hart erarbeitet werden muß. Ergo müßte man die Gebührenhöhe abhängig von der finanziellen Situation machen. Das wiederum braucht wieder massiv Bürokratie, die wiederum nur jede Menge Resourcen verbrennt und nicht zum gesellschaftlichen Wohlstand beiträgt.

Was die Belastung der "wohlhabenden" angeht, das haben wir bereits. Beispielsweise in Form der Einkommenssteuer. Die wird auch ein gutverdienender Absolvent zahlen. Das passende Regulativ existiert also bereits seit Ewigkeiten, man muß da nichts neues erfinden.

--

Zitat:
Original von [robson]
Also z.B. meine Eltern haben gespart, um mein Universitätsstudium zu unterstützen und das machen viele andere Eltern auch.


Wieviele Eltern können das ?
Außerdem: halt ich diese Argumentation für sehr sehr schlecht, weil es schließlich nicht um die Bildung der Eltern geht. Als Kind oder Jugendlicher kann man schlecht derartig viel Geld ansparen.

Zitat:
Original von [robson]
Bei den Stipendien besteht in der Tat grosser Nachholbedarf, aber ich bin zuversichtlich, dass mit einer speziellen Förderung durch den Staat dort recht zügig Fortschritte gemacht werden können.


Na prima ! Wieder noch mehr komplizierte Regeln für Stipendien, Sonderrabatte für Bedürftige, Kredite, usw, usw, usw. Noch mehr sinnlose Bürokratie. Das alle, damit der Staat formell erstmal 500,- pro Nase + Semester einnehmen kann. Wenn das System hinreichend gerecht werden soll, muß er unterm Strich wieder genauso viel Geld für das Ganze Gebühren/Förder/Stipendien/Kredit-System drumrum ausgeben - wovon aber sicher nichtmal die Hälfte beim einzelnen Studenten wieder ankommt.

Das ist vorsetzliche Vernichtung von Resourcen und Lebenszeit.

Übrigends sehe ich das ähnlich in der Debatte ums Grundeinkommen bzw. derzeit Hartz4: es wird der Gesellschaft nur mehr Schaden zugefügt, wenn man wirklich auf Biegen und Brechen versucht, diejenigen die keine staatliche Stütze brauchen, rauszufischen, als wenn man ihnen es einfach gibt und sich garnicht weiter damit beschäftigt. In der Gastronomie gibt es den Begriff des "Schankverlust" - der paßt hier eigentlich recht gut.

Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
Jemand, der mehrere Hochschulstudien beginnt, abbricht, wechselt, ist für mich noch kein Verlierer, im Gegenteil, gerade so jemand kann sich später als bedeutender Denker entpuppen, der eben immer offen für neues ist und durch sein nicht geradlinig verlaufenes Leben Einsicht in viele unterschiedliche Bereiche bekommen hat.


Das ist in der Tat ein Argument, diese Leute zeichnet aber doch durchweg ein überdurchschnittliches Interesse und eine Durchschlagementalität aus, dass Studiengebühren sie sicherlich auch nicht stoppen. Auch ich habe mein Geschichtsstudium nach zwei Semestern abgebrochen, weil mir die Lehre zu öde und die Rahmenbedingungen einfach katastrophal waren. Für diese Einsicht hätte ich aber auch bezahlt, etwas wertvolleres gibt es wohl nicht *g*


Meine Güte, wie naiv !
Jemand der für seinen Lebensunterhalt arbeiten muß, um überhaupt über die Runden zu kommen, den werden selbst die 500,- (die na später noch drastisch erhöht werden sollen) massiv abschrecken. Und ich sehe überhaupt keinen Grund das zu tun. Ich sehe überhaupt keine echte Notwendigkeit für Stüdiengebühren.

Zitat:
Original von [robson]
Gar nicht mal so übel der Gedanke, zumindest, dass sich das Militär teilweise aus seinen Erträgen selbst finanzieren sollte.


Ähm, welche Erträge genau erwirtschaftet das Militär ?

--

Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
Das Problem der "Faulenzer" ist damit gelöst. Ganz ohne "auch".


Es geht ja nicht nur um die "Faulenzer", mir liegt ja daran, dass mehr Geld als bisher in die Bildungseinrichtungen fliesst.


Und das Märchen glaubst Du ?

Wenn man mehr Geld in die Bildungseinrichtungen geben wollte, dann braucht man nur mal ein wenig die Steuerverschwendung zu bekämpfen, dann bleibt rasch viel Geld übrig.
Aber nein, man muß ja das Geld in sinnloser Bürokratie oder völlig fehlkonzipierten IT-Projekten verbrennen.

Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
Der Kapitalismus duldet eben kein anderes Wertesystem als das finanzielle. Und für viele hat Bildung keinen finanziellen Wert. Das was über unbedingt notwendige berufliche Ausbildung hinausgeht.


Naja, ohne den Kapitalismus säßen wir jetzt nicht vor unseren Rechnern und würden uns gar nicht gross um die Bildung anderer scheren.


Ist das nicht ein bisschen arrogant ?
Wieviele andere Gesellschaftsmodelle kennst Du, um solch absolute Aussagen treffen zu können ?

Zitat:
Original von [robson]
Das Wertesystem des gesellschaftlichen Kapitalismus ist doch ganz einfach, das, was wirtschaftlichen Vorteil für die Gemeinschaft bringt, wird gefördert, was nicht, weg damit und so falsch ist das gar nicht, wenn uns das Wohl der Gemeinschaft am Herzen liegt. Auch der moderne "Kapitalismus" weiss, dass nicht nur der schnelle Euro zählt.


Nein, Kapitalusmus ist exakt nur auf den finanziell
Thema: Nieten Zeugs
nekrad

Antworten: 5
Hits: 2.065
03.05.2006 21:08 Forum: Marktplatz


Hi,

also wenn von dem Zeugs noch was da ist, vielleicht mangst Du's ja auf meiner Auktionsseite anbieten ?

http://darkmall.metux.de/


Das ist ein (zugegeben noch etwas im Bau befindliches) Auktionshaus für die Schwarze Szene. Völlig unkommerziell.
Von der eine oder andere vielleicht etwas Lust hat, da mitzumachen, bitte mal bei mir melden.


-n
Thema: Weniger Rente für Kinderlose?
nekrad

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Hits: 11.621
28.04.2006 04:04 Forum: Aktuelles - Nachrichten & Politik


Zitat:
Original von inner_conflict
Aber die CSU hat ja schon nen neuen Furz in die politische Landschaft gesetzt (Blasphemie Gesetz)...


Blasphemiegesetz ?!

--


Zitat:
Original von NineBerry
Kein Versicherungssystem, sondern ein allgemeines Grundeinkommen.


Ja, dieser Idee bin ich auch zunehmends zugeneigt. Wenn wirklich *jeder* dieses Grundeinkommen erhält, dann natürlich auch die Renter. Wer mehr will, muß sich selbst was zurücklegen. Dazu muß aber das Grundeinkommen auch entsprechend dimensioniert sein.

Den sozialen Ausgleich erhält man dadurch, daß die Leute in den unteren Einkommensschichten praktisch keine Einkommenssteuer bezahlen.

Zitat:
Original von NineBerry
Geld repräsentiert Waren (und Dienstleistungen). Unsere Gemeinschaft kann nur die Waren anbieten/tauschen/konsumieren, die sie heute auch produziert.


Das ist aber längst global. Deshalb funktioniert ja auch das an das Individualeinkommen gekoppelte Umlagesystem schon lang nicht mehr. Man muß solche Sachen so oder so an die Wertschöpfung bzw. den Konsum koppeln.

Zitat:
Original von NineBerry
Ein System mit Grundeinkommen tut genau das: Die aktuell produzierten Waren verteilen. Bei einem System mit Sozialversicherung werden Waren getauscht, die noch gar nicht produziert worden sind.


Stimmt.

Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von nekrad
Der Vergleich mit den Studiengebühren ist ein sehr schlechter. Eine kostenlose Volksbildung ist längst nicht nur eine "soziale" Sache - das gebietet schon die volkswirtschaftliche Vernunft.


Ein allgemeiner Volkswohlstand ist längst nicht nur eine "soziale" Sache - das gebietet schon die volkswirtschaftliche Vernunft.


Sehe ich mittlerweile auch so.

Vor einiger Zeit wollte ich noch ein System einer Einkommenszulage, die vom individuellen Einkommen abhängig ist und mit wachsendem Einkommen stetig aber mit geringerem Anstieg sinkt.
Aber im Endeffekt kann man das auch mit einem festen (bzw. von persönlichen Faktoren wie Krankheiten, besondere Lasten, etc abhängigen) Grundeinkommen und entsprechend angepaßter Einkommenssteuer substitutieren. Die Steuer wird dann so dimensioniert, daß jemand, dem man im ersten Modell keine Subvention mehr geben würde, den Subventionsbetrag wieder als Steuer bezahlt. Am Ende hat man damit wieder einen einen zu dimensionierenden Regelparameter rausgekürzt.


Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von nekrad
Und wenn ich mir täglich den Arsch aufreiße, damit ich meine Rechnungen bezahlen kann und etwas zu essen habe, wogegen andere Leute fürs Nichtstun Geld aus meinen Steuern bekommen, ohne nur den geringsten Beitrag leisten zu müssen, dann bin ich nicht mehr bereit, da mitzumachen.


Du würdest auch als produktiv tätiger Mensch das gleiche Grundeinkommen bekommen (durch die Arbeit dann evtlk. sogar noch mehr). Außerdem zahlst du keine Steuern auf deine Einkommen. Steuern werden auf Ausgaben (Konsum) und Besitz erhoben.


Ja, im Modell des bedingungslosen Grundeinkommens.
Es müßte dann aber auch so sein, daß ich nochmal ordentlich dazu verdienen kann, ohne daß schon die EInkommenssteuer richtig zuschlägt.
Thema: Studiengebühren
nekrad

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15.04.2006 14:43 Forum: Schule / Studium / Beruf


Zitat:
Original von Raistlin
Tja, nekrad, da gehen unsere Ansichten wohl auseinander.

Ich sehe die Bildung im Falle der Uni schlicht als Kapital. Zur persönlichen Bildung brauche ich sie nicht. Das Studium ist in meinen Augen dazu da, um später einen entsprechend gutbezahlten Beruf zu erreichen.


Da bist Du aber mit der Uni falsch bedient. Die Berufsakademie wäre da der richtige Ort.

Die Uni ist in erster Linie eine Bildungs- und Forschungsstätte, und das ist auch gut so. Die Wissentschaften werden in unserer Gesellschaft ohnehin schon viel zu sehr vernachlässigt.

Zitat:
Original von Raistlin
Wer für sein Diplom nun 10 statt 5 Jahre braucht, der steigt beruflich entsprechend später auf. Das kann nicht im Interesse des Studierenden liegen und auch nicht im Interesse des Staates.


Diese Argumentation verstehe ich jetzt nicht. Wo genau ist der Zusammenhang zwischen einer persönlichen Karriere und der Allgemeinheit der Studenten oder gar der gesamten Bevölkerung ?

Zitat:
Original von Raistlin
Wer nur studiert des Lernens wegen, der macht definitiv was falsch. Bildung ist zwar nie vergeudet, aber derjenige hat sicher kein Anrecht auf Bildung durch einen Professor.


Aha, das erklär mal bitte den tausenden Wissentschaftern an sämtlichen Forschungsinstituten. Und erklärt das mal all jenen Menschen, die mit diesen Entdeckungen arbeiten und leben.

Mach doch mal ein kleines Gedankenspiel: eliminiere alle Entdeckungen, die durch Grundlagenforschung entstanden sind, aus unserem Wissensschatz und überlege, welche davon vielleicht noch durch reine Produktentwicklung hätten entstehen können. Und dann versuch mal nach diesem Wissensstand zu leben.

Konsequenterweise müßtest Du jetzt alle elektronischen Geräte aus Deinem Alltag verbannen,


--

Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von Raistlin
Das Abitur kann jeder machen, der dazu intelligent genug ist. Wer sich danach weiterbilden will, der muss halt in seine Brieftasche greifen.


Schon das Abitur machen zu können, erfordert ein bestimmtes finanzielles Durchhaltevermögen der Erziehungsberechtigten. Und es macht eben Sinn, dass Schuldbildung ohre Gebühren genossen werden kann. Denselben Sinn machte es bisher auch, weitergehende Bildung zu fördern.


Man bedenke an der Stelle auch mal die zahlreichen Klagen, insbesondere der Wirtschaft, über das schlechte Bildungsniveau am Arbeitsmarkt ...
Thema: Weniger Rente für Kinderlose?
nekrad

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15.04.2006 14:35 Forum: Aktuelles - Nachrichten & Politik


Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von nekrad
Man hat aber damals gewichtige Faktoren ignoriert. Beispielsweise die Möglichkeit eines globalen Marktes. Und das alte System hat nicht das Grundproblem gelöst, sondern nur ein paar Sympthome eingegrenzt.


Ein Privatversicherungssystem (nichts anderes entwickelt sich) ist ein genauso halbherziger Versuch, an den Symptomen herumzudoktern. Gewichtige Faktoren werden auch dabei übersehen.


Hast Du einen besseren Vorschlag ?

Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von nekrad
Wie genau soll das helfen ?

Übrigends bin ich nicht für sowas.
Warum sollte ich dann noch arbeten, wenn damit doch auch bloß andere nicht-arbeitende ernähre ?


Jetzt argumentierst du wie Raistlin im Studiengebühren-Thread. Motto: "Man investiert nur etwas, wenn man einen direkten Gewinn damit erzielen kann". Es gibt eben mehr als nur den schnöden Mammon.



Der Vergleich mit den Studiengebühren ist ein sehr schlechter. Eine kostenlose Volksbildung ist längst nicht nur eine "soziale" Sache - das gebietet schon die volkswirtschaftliche Vernunft. Ein möglichst hohes Maß an Allgemeinbildung ist erforderlich, damit wir uns wissentschaftlich und intellektuell weiterentwickeln können, und genau das ist notwendig, damit wir dauerhaft unseren Lebensstandard erhalten können. Wenn man schon unbedingt Geld für staatliche Leistungen verlangen will, dann kann man ja zB. kostendeckende Gebühren für den Polizeischutz von Castortransporten eintreiben.

Zitat:
Original von NineBerry
Die sogenannte größere "Eigenverantwortung" ist ein Rückschritt. Wo bleibt da die Solidarität und die Erkenntnis, dass ein wohlhabenderes Gemeinsystem jedem Einzelnen zugute kommt?


Solidarität besteht für mich vorallem darin, den Menschen aktiv zu *helfen*, nicht sie zu füttern.
Und wenn ich mir täglich den Arsch aufreiße, damit ich meine Rechnungen bezahlen kann und etwas zu essen habe, wogegen andere Leute fürs Nichtstun Geld aus meinen Steuern bekommen, ohne nur den geringsten Beitrag leisten zu müssen, dann bin ich nicht mehr bereit, da mitzumachen.

Solidarisch finde ich es, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen oder allgemein Leue mit schlechten Vorraussetzungen, die verständlicherweise kein vernünftiges Honorar druchsetze können, eine Unterstützung bekommen. Ebenso finde ich es solidarisch, wenn gesunde Leute, die von der Allgemeinheit bezahlt werden, auch etwas zurückgeben,zB. gibt es in den Kommunen genug zu tun.
Thema: Studiengebühren
nekrad

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11.04.2006 15:45 Forum: Schule / Studium / Beruf


Zitat:
Original von F-4
Nein, stichhaltige Beweise habe ich nicht, ich vermute nur. Innerhalb dieser Thematik, wo jede Behauptung oder Vermutung nur auf Zahlen und Statistiken beruht ist es schwierig mit Stichhaltigkeit zu kommen.


Also sollte man da doch besser mal sehr vorsichtig sein.

Zitat:
Original von F-4
Der Wunsch nach freiem Denken und Innovationen ist ja in Ordnung, das kann jedoch genauso in der Wirtschaft stattfinden wie an den Hochschulen, deswegen halte ich es nicht für verwerflich "Heerschaaren von schnellgeschulten Arbeitern" auszubilden.


Ahja, dann zeig mir doch mal, wo in einem typischen Unternehmen ungezwungen Grundlagenforschung betrieben werden kann. Klar, dort gibt es jede Menge Produktentwicklung - das ist aber eine völlig andere Sache.

Berufsausbildung und Studium sind zwei unterschiedliche Bildungswege - keines von beiden ist pauschal besser oder schlechter. Es kommt immer auf den Einzelnen an. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, hinreichend frei zu wählen. Und vorallem sollte keine der beiden Seiten die anderen ausschließen.

Im Übrigen bin ich auch dafür, daß Berufsausbildung, bishin zum Meisterbrief, komplett von der Allgemeinheit finanziert wird.
Thema: Studiengebühren
nekrad

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11.04.2006 15:40 Forum: Schule / Studium / Beruf


Zitat:
Original von Raistlin
Des weiteren nützt es einer Uni nichts,


Falsche Fragestellung. Die Uni hat den Menschen zu nutzen, nicht andersrum.

Zitat:
Original von Raistlin
wenn jemand 10 Jahre seines Lebens auf ihr vergeudet, und nichts zu stande bringt.


Darum ging es nicht. Mag sein, daß es Leute gibt, die auch nach 10 Jahren nichts zu stande bringen, aber das ist nicht die Regel. Und auch die Bewertung anhand eines Abschlußpapiers ist viel, viel zu trivialisiert und spiegelt nicht die Realität wieder.

Zitat:
Original von Raistlin
Leute aussortieren, die nicht die Moral aufbringen, auf den Abschluss zu zuarbeiten, ist völlig legitim.


Wieso eigentlich immer so auf den "Abschluß" fixiert ?
Schonmal darüber nachgedacht, daß es auch andere Lebensentwürfe geben kann, in denen eine solch einseitge Ausrichtung wie für den Erwerb eines solchen Standardabschlusses notwendig, nicht viel zählt ?

Warum ist jemand, der sich nur mit einer Sache beschäftigt und dann am Ende eben diesen Zettel hat, mehr wert, als jemand, der sich aus verschiedensten Wissentschaftsgebieten für ihn interessante/wichtige Dinge individuell rausgepickt hat ?

Zitat:
Original von Raistlin
Langzeitstudenten braucht niemand. Die Uni sollte dazu da sein, die Leuten auf ihre Berufsziele vorzubreiten


Nein. Dafür ist die BA oder ggf. die FH da.
Sicherlich ist ein Uni-Studium hilfreich im Beruf, aber den Anspruch, ein Uni-Studium sei nichts weiter als eine Berufsausbildung, halte ich für fundamental falsch und einer fortschrittlichen wissentschaftlichen Kultur schädlich.

Zitat:
Original von Raistlin
und jemand, der 10 Jahre für sein Diplom braucht, scheint daran überhaupt kein Interesse zu haben.


Hast Du Dir auch nur bei einem der Betreffenden, die Du hier so pauschal aburteils, auch mal den Hauch eines Interesse an seinem/ihrem persönlichen Lebensweg gezeigt ?
Thema: Studiengebühren
nekrad

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11.04.2006 14:35 Forum: Schule / Studium / Beruf


Zitat:
Original von F-4
Ich hab nichts dagegen wenn jemand sein Diplom in 10 Jahren macht, soll jedem selber überlassen bleiben.
Dennoch finde ich es nicht schlecht wenn seitens der Hochschulen ein gewisser Druck oder Anreiz geschaffen wird, das Studium in einem bestimmten Zeitrahmen zu halten.


Wozu genau soll das gut sein ?

Zitat:
Original von F-4
Das zum einen aus Gründen der Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Nationen, wo Studienabgänger oftmals jünger sind (ich kenne keine leider keine genauen Zahlen),


Hast Du irgenteinen stichhaltigen Beweise für eine Korrelation zwischen Studienzeiten und internationaler Wettbewerbsfähigkeit ? Ich halte das für religiösen Unfug.

Industrienationen wie Deutschland bekommen ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht durch Heerschaaren von schnellgeschulten Arbeitern, sondern von frei denkenden, kreativen Leuten, die sich auch ständig selbst weiterentwickeln und ihre eigenen Ideen umsetzen. Dazu braucht es Freiraum. Wer den zu sehr einschränkt, tötet Innovation.

Zitat:
Original von F-4
zum anderen haben die Hochschulen eine grössere Planungssicherheit, wenn sie davon ausgehen können, dass ein Student nicht länger als X Semester dabei ist.


Schön. Und wozu soll das gut sein ? Die Unis existieren nicht zum Selbstzweck, damit es was zum verwalten gibt. Sie existieren zur Volksbildung, Forschung und Kultur. Darin liegt das Ziel.
Thema: ICQ - Größtes Wirtschaftsspinagenetzwerk ever?
nekrad

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11.04.2006 14:17 Forum: Internet Allgemein


Zitat:
Original von Karzinom
Zitat:
Original von BahnhofPirat
E-Mails werden seit diesem Jahr glaube ich auch per Gesetz auch nochmal gespeichert zum mitlesen zwinkert ..


nur bei providern oder servern mit mehr als 1000 (nagelt mich nich auf die genaue zahl fest) mailboxen...


Na das ist doch ohnehin eine Größenordnung, wo man auf verschiedene Hosts aufsplittet. Jeder wird dann von einem anderen "Provider" (=anderer Mensch) betrieben.

Ahja, man kann natürlich auch emails verschlüsseln ...
Thema: Studiengebühren
nekrad

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11.04.2006 14:10 Forum: Schule / Studium / Beruf


Zitat:
Original von F-4
Zitat:
Original von nekrad
...Studium ist (zumindest für mich) ein Lebensabschnitt des Lernens und Forschens...


Den Anspruch lasse ich gelten für manche (oder viele) Universitätsstudiengänge.
Was FH's oder BA's angeht ist es schon in Ordnung, wenn die Berufsausbildung im Vordergrund steht.

[/quote]

Ich sprach vorallem von der Uni.
Über die FH kann ich nicht viel sagen, aber AFAIK wird auch dort echte Forschung betrieben und grundlegend ausgebildet.
BA ist aber - soweit wie ich das bisher gesehen hab - eine reine Berufsausbildung, aber eben höheres Niveau als Berufsschule.

Zitat:
Original von F-4
Und das ganze in einem angemessenen Zeitrahmen zu halten, ist nicht zuletzt auch wegen dem relativ hohen Durchschnittsalter der Studienabgänger hier schon sinnvoll.


Wo genau ist das Problem ?
Was beispielsweise macht das für einen Unterschied, ob ich mein Diplom in 2 oder in 10 Jahren mache ?
Ich bin so oder so schon ein paar Jahre selbstständig, verdiene mir meine Brötchen, bilde mich ständig weiter und forsche auch ein wenig.

Dumm ists nur, wenn Leute außerhalb der Uni-Veranstaltungen garnichts machen. Sowas gibt es auch. Aber das darf man nicht verallgemeinern.

Zitat:
Original von F-4
Und dass wir eine Beamtenmiliz haben ist mir neu, aber das hat hier glaub nichts zu suchen...


Naja, die Bundeswehr verwaltet sich doch lieber selbst zu tode, anstatt mal was nützliches zu machen (jaja, Soldaten sind keine Beamten, aber irgentwie schon so etwas ähnliches) ;-o
Thema: Studiengebühren
nekrad

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11.04.2006 14:01 Forum: Schule / Studium / Beruf


BA ist kein Studium, sondern in der Tat eine höhere Berufsausbildung.
Die Inhalte sind direkt auf die unmittelbare betriebliche Anwendung (vorzugsweise auf den angeschlossenen Weltkonzern) ausgelegt.
Forschung und freies Denken kann man dort schon strukturell nicht erwarten.

Diesen fundamentalen Unterschied hat aber auch der Thüringer Ministerpräsident noch nicht begriffen.
Thema: Weniger Rente für Kinderlose?
nekrad

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11.04.2006 13:58 Forum: Aktuelles - Nachrichten & Politik


Zitat:
Original von NineBerry
Zitat:
Original von nekrad
Der einzig praktikable Ausweg ist die schnellstmögliche Umstellung auf ein kapitaldeckendes System, bei dem jeder das bekommt was er angespart hat.

[...]

Wird einmalig eine riesen Rechnerei, aber dann ist das Thema für die nächsten 1000 Generationen gegessen ...


Das mit den 1000 Generationen meinten die bei Einführung des Generationenvertrags auch.


Man hat aber damals gewichtige Faktoren ignoriert. Beispielsweise die Möglichkeit eines globalen Marktes. Und das alte System hat nicht das Grundproblem gelöst, sondern nur ein paar Sympthome eingegrenzt.


Zitat:
Original von NineBerry
Ein anderer praktikabler Ausweg: Einführungs eines bedingunglosen Grundeinkommen...


Wie genau soll das helfen ?

Übrigends bin ich nicht für sowas.
Warum sollte ich dann noch arbeten, wenn damit doch auch bloß andere nicht-arbeitende ernähre ?
Thema: Studiengebühren
nekrad

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11.04.2006 13:51 Forum: Schule / Studium / Beruf


Zitat:
Original von [robson]
Zitat:
insbesondere daß Studium nicht einfach nur eine "bessere Berufsausbildung" ist


In einer Zeit, in der Zehntausende Studienabsolventen auf der Straße stehen, sollte man sich schon mal überlegen, ob diese Ansicht nicht vielleicht verkehrt ist bzw. ob man vielleicht gerade vom alten Denken in dieser Hinsicht weg muss. Ich finde schon, dass ein Studium für bestimmte Berufsbilder qualifizieren muss und, dass man versuchen sollte, den Studienabsolventen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern.


Nein, das meinte ich nicht.

Viele Leute denken, ein Studium so sowas wie Berufsschule, wo man mal ein paar Jahre hingeht, einen Zettel bekommt, und mit dem kann man sich dann um einen Job bewerben. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit, ein kleiner Teil.

Studium ist (zumindest für mich) ein Lebensabschnitt des Lernens und Forschens. Das geht nicht einfach so über 3 Jahre, wie das mit diesem Bachelor-Quark versucht wird. Da ist nicht einfach ein Startpunkt kurz nach dem Abi (evtl. mit Verblödungspause bei der Beamtenmiliz) und ein Endpunkt mit dem Diplomzettel. Solche Prozesse ziehen sich über viele, viele Jahre hin, und bei jedem Einzelnen nimmt das andere Wege an.

Natürlich muß man zwischendurch nicht nur von irgentetwas leben, sondern sollte auch Praxiserfahrung erwerben, die einem die Uni nicht geben kann. Ergo sollten Studium und verschiedene Jobs, vorzugsweise eigene Projekte / Unternehmen zusammengehören.
Gut, das funktioniert nicht überall (zB. in den Geisteswissentschaften sicher schwierig), aber was zB. die technischen Richtungen (insbesondere IT) betrifft, sollte das nicht das massive Problem sein.
Thema: Afrika und unsere einmischung
nekrad

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11.04.2006 02:37 Forum: Vergangenes - Diskussion zu historischen Themen


Mir gings um folgendes:

* eine wirksame HIV-Eindämmung wird vom Christenkonzern massiv bekämpft.
* die Seuche "Christentum" hat ihren Ursprung in Europa.
Thema: Wie man erfolgreich Diskussionen abwürgt ... Part 2
nekrad

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Wie man erfolgreich Diskussionen abwürgt ... Part 2 11.04.2006 02:34 Forum: Support


Ein noch schöneres Mittel, um einem den Spaß am Forum zu verderben, besteht darin, einfach Threads zu schließen, wenn sie unbequem werden.

Um mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen:

Ich frag mich, wozu die Thread-Ansicht gut sein soll, wenn man dann am Ende doch alle Antworten in ein großes Posting stecken muß. Das führt nicht wirklich zu einer Diskussion, sondern zu einer Aneinanderreihung von Monologen.
Thema: Afrika und unsere einmischung
nekrad

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11.04.2006 02:21 Forum: Vergangenes - Diskussion zu historischen Themen


Q: "Das Christentum wurde von den Europäern eingeschleppt." Was genau ist nicht korrekt an dieser Aussage ?
A: "eingeschleppt" in ein viel zu lascher Begriff. Mit brutalster Gewalt eindoktriniert wäre richtiger.
Thema: Weniger Rente für Kinderlose?
nekrad

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11.04.2006 01:31 Forum: Aktuelles - Nachrichten & Politik


Also die Hauptschuld an der Misere liegt doch bei solchen Schwachköpfen wie Blüm, die viele Jahre in ihrem religiösem Fanatismus die Notwendig für Reformen ignoriert haben. Die Generationenumlage funktioniert nur bei einem stetigem Bevölkerungswachstum, und natürlich einer niedrigen Erwerbslosenquote ebenso wie einem abgeschotteten Binnenmarkt. All das ist schon lange lange nicht mehr gegeben.

Der einzig praktikable Ausweg ist die schnellstmögliche Umstellung auf ein kapitaldeckendes System, bei dem jeder das bekommt was er angespart hat. Leute mit niedrigen Einkommen, Erwerbsausfällen (zB. auch Kindeserziehung, etc) bekommen dafür zweckgebundene Subventionen, und das Geld geht in Staatsanleihen. Im Gegenzug werden die aktullen Rentner direkt aus dem Haushalt finanziert. Der Mittelteil bekommt Staatsanleihen entsprechend der bisher erworbenen Rentenantwartschaften auf sein Rentensparkonto. Wird einmalig eine riesen Rechnerei, aber dann ist das Thema für die nächsten 1000 Generationen gegessen ...
Thema: Studiengebühren
nekrad

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11.04.2006 00:57 Forum: Schule / Studium / Beruf


Petitionen allein helfen nichts - die breite Bevölkerung muß über die gesamtgesellschaftliche Schadwirkung aufgeklärt werden.

Das Problem ist doch, daß die meisten Leute, die selbst nichts damit zu tun haben, gern solche Bilder von den "faulen Studenten" im Kopf haben oder auch schnell mal die teure Meisterausbildung als Vergleich ranziehen.

Erstmal brauchen wir ein grundlegendes Umdenken in der Gesellschaft, insbesondere daß Studium nicht einfach nur eine "bessere Berufsausbildung" ist - dann kann man die Regierung entsprechend zwingen.
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