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Zum Ende der Seite springen AMON DÜÜL
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Pagan Pagan ist männlich
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Dabei seit: 02.12.2004

AMON DÜÜL Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

geile band. das stück deutsch-nepal ist zu empfehlen.....
ja...genau......amon düül war der namensgeber der heutigen musikformation mit dem namen deutsch-nepal zwinkert




Ende der 60er entstand in Westdeutschland eine Musikrichtung die an Kreativität und Innovationskraft nicht mehr zu überbieten war. Das hatte es in der Rockmusik bis dahin nicht gegeben. Bands wie Can, Faust, Tangerine Dream oder Eloy haben ein ganz neues Musikverständnis bei Fans und Kritikern entfacht und diese auch zugleich in Erstaunen versetzt.

Die von der deutschen Linken angestrebte Revolution, die politisch nicht umgesetzt werden konnte und in den bekannten Studentenkrawallen gipfelte fand ihren künstlerischen Ausdruck im sogenannten Krautrock. Ein Begriff der bis heute Bestand hat und der wohl ohne die kreativste Band dieser Zeit nie erfunden worden wäre. Diese Gruppe, die die experimentellste und wohl auch von der politischen Avantgarde geliebteste Band war, war Amon Düül. Sie ist noch heute der Prototyp der Krautrockband, und zudem haben Amon Düül dem Begriff Krautrock auf die Beine geholfen. Die Bezeichnung eines ganzen Genres geht zurück auf einen Song von Amon Düül der auf dem 1968er Album Psychedelic Underground zu finden ist und zwar Mama Düül und ihre Sauerkrautband. Doch nicht nur deshalb kann man der Münchner Künstlerkommune eine, oder wohl die herausragende Rolle zuschreiben.

Sie fanden Gehör vor den Ohren so manch kritischen Rockpapstes und Radio-DJ-Gottes. So zum Beispiel bei dem wohl gefürchtetesten Radiomoderator der in England zu finden war: John Peel. Er allein hatte es in der Hand, zu entscheiden was angesagt war und was in den Bodensatz der Versenkung zurück musste. Aber in der Hauptsache war ihre Musik zu nennen die alles das ausdrückte, was Krautrock bedeutet und heute noch ausmacht. Songs wie der Jailhouse Frog von der LP Wolf City lassen die Ironie und die Distanz zu kommerziellen und konventionellen Rock Made in England und den USA erkennen (Die Songs wurden teilweise in einem Englisch gesungen, dass einem die Haare zu Berge standen). Die Texte zeigten auch die kritische Distanz zu den Mutterländern der Rockmusik. Man wollte sich von vornherein nicht in den Kreislauf der kommerziellen Rockmusik einspeisen lassen. Die Platten die Amon Düül veröffentlichte dokumentieren den Prozess der Selbstfindung der Deutschen Nachkriegsjugend vor allem aber ihre Identitätssuche. So ist es auch verständlich das andere Bands, die sich dann dem Kommerz hingaben in ihren Bandbemühungen gescheitert sind und so verlaufen die Bandgeschichten nicht linear, sondern weisen große Höhen und Tiefen auf und scheiterten dann. Auch Amon Düül machte diesen Prozess durch und stand kurz vor dem Aus, kriegte dann aber die Kurve und gehörte zu denen die sich nie vollständig von der Musikindustrie diktieren ließen. Wenn man heute in ihre Platten reinhört merkt man auch das da etwas war, das den Rebellen geweckt hat und noch heute anspricht.

Begonnen hat die Geschichte von Amon Düül 1967, als sich ein Dutzend Freaks und Verrückte in München zu einer Künstlerkommune zusammenschlossen und sich nach dem ägyptischen Sonnengott Amon und einer Ableitung des türkischen Wortes für Mond, Düül, benannten. Kaum bestand die Kommune, so hatte sie auch schon so etwas wie einen Kultstatus in der Münchner Jugendszene. John Weinzierl, Gitarrist bei Amon Düül II erinnert sich an diese Zeit: "Amon Düül war ein Symbol: Sie waren die Band auf all den Sit-Ins und Happenings, das Sprachrohr der Bewegung, nicht nur einfach eine Rockband. Manchmal wurden sie sogar auf Händen getragen, sie waren wirkliche Helden."

Doch dieser Ruhm war von zweifelhafter Natur. Innerhalb der Kommune kam es immer häufiger zu Spannungen. Sie spaltete sich in zwei Fraktionen. Die eine, später als Amon Düül I bekannt wollte sowohl musikalisch als auch politisch den radikalen Weg. Für ihr Verständnis von Musik hieß das dann,dass jeder bei den Konzerten und Musikproduktionen mitwirken könne, unabhängig ob man das Instrument beherrsche oder nicht. So tauchte dann auch im Line-up von Amon Düül I der Name Uschi Obermaier auf, die eigentlich ihren Ruhm nicht auf dem musikalischen Gebiet, sondern eher als Top Fotomodell errungen hatte. Bekannt wurde sie durch ihre Beziehung zu Mick Jagger, Jimi Hendrix und Rainer Langhans in der Kommune K1. Das ging dann den Musikern wie dem damaligen Jazzer Chris Karrer entschieden zu weit.

Chris Karrer, Peter und Ulrich Leopold, sowie auch Falk U. Rogner wuchsen im Internat in Markoberdorf (Allgäu) auf. Chris begann ein Fachlehrerstudium für Zeichnen und engagierte sich aber zu der Zeit schon immer mehr im Bereich des Free Jazz. John Weinzierl der ebenfalls Internatsschüler in Hohenschwangau war, übte sich bereits mit sechs Jahren im Umgang mit der Gitarre. Renate (Krötenschwanz) Knaup machte eine kaufmännische Ausbildung in Sonthofen und ging dann erst einmal als Au-Pair Mädchen nach England.

Der musikalische Werdegang von Amon Düül war durch ihre gesellschaftliche Position und die einzelnen musikalischen Fähigkeiten ihrer Mitglieder klar vordefiniert. So mussten einige in der Künstlerkommune erst einmal den Umgang mit einem Instrument erlernen. Am Anfang zeichnete sich die Musik von Amon Düül durch ihre nicht vorhersehbare Spontanität aus. Es gab zwar in ihren Songs einige Vorstellungen wie die musikalischen Themen auszusehen hatten, diese wurden aber meist in der Improvisation bis zur Unkenntlichkeit verändert oder aber gar völlig zerstört. Schnell wurden sie als Underground eingestuft und begeisterten ihre stetig wachsende Fangemeinde jeden Montag im Münchner Szene Lokal PN. Diese avantgardistischen und chaotischen Auftritte sind bis heute Legende.

Die Süddeutsche Zeitung titelte sogar, Amon Düül ist eine Pop-Band die den Vergleich mit Pink Floyd oder aber Andy Warhols Velvet Underground nicht zu scheuen braucht, sondern die, so die Süddeutsche, sogar besser, einfallsreicher und progressiver als die Stars aus England und Amerika seien.

Bei den Essener Songtagen 1968 war der Auftritt der Band Amon Düül angekündigt. Es erschienen aber zwei Bands mit dem Namen. Der Bruch von Amon Düül war vollzogen und von jetzt an sollte die Geschichte von Amon Düül zweigleisig verlaufen. Nun unterschied man Amon Düül I die stark mit der Kommune I in Berlin operierte, und Amon Düül II. Es geht aber nicht das man von zwei unterschiedlichen Projekten redet. Im Line up der Band gibt es immer wieder Überschneidungen und Übereinstimmungen. Amon Düül ist wohl eine der Bands die, ähnlich wie die ebenfalls aus München stammenden Embryo, die meisten Bandmitglieder in ihrer Bandgeschichte hat. Es herrschte immer ein reges Kommen und Gehen. Kurze Zeit, nachdem man in zwei Formationen zerbrochen war gab es in Berlin wohl eine der denkwürdigsten und legendärsten Sessions der Geschichte der Rockmusik. Das Ergebnis wurde dann auf vier LPs, die alle mittlerweile Kultstatus und Seltenheitswert besitzen, gepresst. Leider waren Amon Düül I nach einem Jahr nicht mehr existent. Die LPs wurden immer dann veröffentlicht wenn Amon Düül II mit einem neuen Produkt auf den Markt kamen.

Diese sind Psychedelic Underground von 1969, Collapsing / Singvögel Rückwärts & Co von 1969, Disaster von 1971 und Experimente die aber erst 1983 veröffentlicht wurde. Diese Platten wurden, vor allem die ersten drei, mit sehr unterschiedlichen Reaktionen aufgenommen. Sie gehören wohl zu den umstrittensten und geliebtesten Platten bei den Musikfreaks, denn sie haben zu ihrer Zeit den Begriff musikalischer Experimente oder sogar experimenteller Musik neu definiert. So gab es dort technische Spielereien wie das Überlagern der Songs mit Musik aus einem klassischen Radiosender, oder aber dem schnellen Wechsel zwischen Mono und Stereo.

Viele Songs beginnen in einem Brei aus verschiedenen Effekten und Soundmixturen, entwickeln sich, um wenig später im zerstörerischem Chaos zu versinken. Beim Verstehen dieser Musik helfen dem Hörer auf jeden Fall Drogen (Dies ist kein Aufruf zum Benutzen derselben!). Auch wenn sich die Plattenfirma sehr mit dem Veröffentlichen von solchen Soundexperimenten von Platte zu Platte immer mehr zurückhielt, waren es dennoch solche experimentellen Exzesse in ihrer Musik die viele Kritiker dazu bewogen die Band in Grund und Boden zu reden und zu schreiben. Das ließ den Stellenwert der Musiker aber in der Fangemeinde immer weiter steigen. Die LP Disaster wird zum Beispiel als: "Widerwärtige, kakophonische, endlos wiederholende Percussion Sequenzen als Hintergrund für uninspirierte Bass und Gitarrensoli" abgetan, oder als das "das musikalische Nichts" schlechthin.

Dem kann ich mich nicht anschließen. Aber es gibt halt Kritiker die über das Verständnis billiger Schlagermusik nie hinausgekommen sind.

Sicher kann man darüber streiten ob die Band in ihrem Experimentierwahn nicht manchmal über das Ziel hinausgeschossen ist, aber sie waren ihrer Zeit um Welten voraus und sind in vielerlei Hinsicht unerreicht. Das ist es, was ihre Platten für Sammler so wertvoll macht. Auch wenn sie in ihrer musikalischen Genialität später hinter Amon Düül II zurückfielen sind sie doch die Wegbereiter des Psycho-experimentellen Krautrock. Nach dieser Supersession, auf Platte gepresst, wurde gab es nur noch eine Veröffentlichung die auf das Konto von Amon Düül I geht.

Paradieswärts Düül von 1970 ist wohl das Werk das am konventionellsten ist, denn hier wurde auf Klangsequenzen verzichtet. Man kann es irgendwo in den Bereich des Folkrock einordnen und zeigt das die Band auch das Potential hatte Songs zu schreiben die dem Musikverständnis dieser Zeit entsprach. Somit begab sich der eine Teil der ursprünglichen Kommune auf eine musikalische Reise die durch viele Irrungen geprägt war und verarbeitete ihren künstlerischen Traum.

Chris Karrer musste, nah an einem Nervenzusammenbruch, sich erst einmal in sich selbst zurückziehen. Er verbrachte zwei Wochen im Bett und in dieser Zeit komponierte er im Kopf eine Seite der Phallus Dei LP. Wie sich herausstellen sollte ein absoluter Geniestreich. Da merkte er dass er nach München und in die Musik zurückkehren musste. Das Album wurde schließlich 1969 veröffentlicht und es zeigte sich das Chris Karrers zweiwöchiges Eremitendasein seinen höheren Sinn gehabt hat. Phallus Dei schlug wie die sprichwörtliche Bombe ein, was nicht nur an dem provokanten Titel lag. Das Titelstück auf der zweiten Seite, das fast einundzwanzig Minuten dauernde Phallus Dei setzte neue nie da gewesene Maßstäbe. Und auch heute noch wird von den Krautrockfans dieses Stück als einer der Meilensteine des Psychedelic – Rock angesehen. Die Kongenialität seiner Mitmusiker Renate Knaup, John Weinzierl und Falk U. Rogner beflügelten auch die Außenstehenden wie Shrat Thiele, Dieter Serfas, Peter Leopold und andere.

Hier liegt wohl die eigentliche Geburtsstunde von Amon Düül II. Die Band bewegte sich mit ihren Kompositionen in Sphären die bis dahin in der Rockmusik nie erreicht wurden. Im Gegensatz zu Amon Düül I waren bei Amon Düül II wirkliche Musiker und Könner an den Instrumenten. Wenn man die Musik von Amon Düül II zum ersten Mal auf sich wirken lässt scheint es so, dass die einzelnen Elemente der Musik nicht richtig zusammenpassen. Für den Musikkonsumenten der angehenden 70er waren solche Intonationen bis dato nicht bekannt. Die Musiker arbeiteten mit Versatzstücken aus vielen verschiedenen Musikrichtungen. Manchmal scheint es das der Gesang nicht in das musikalische Konzept passt und zu guter Letzt wird ab und an das Schlagzeug ausgeblendet um dann nach einiger Zeit wieder, für den Zuhörer völlig unerwartet, neu einzusetzen. Amon Düül II erzeugen so ihren ganz typischen sphärischen von Zeit und Raum losgelösten Sound. Man hat ab und zu das Gefühl einer Jam-Session beizuwohnen.

Man darf sich natürlich Amon Düül II Schallplatten nicht nur einmal oder zweimal anhören, sondern man muss sich in diese Art der Musik vertiefen dann erkennt man auch die Komplexität und die Strukturen die ein sehr gut durchdachtes Konzept beinhalten. Das war von Anfang an einer der größten Unterschiede zu Amon Düül I. So wurden Amon Düül II gleich durch ihr Erstlingswerk Phallus Dei nicht nur bekannt, sondern berühmt und erreichten schnell einen wahren Kultstatus. Rüdiger Nuchtern lichtete ein Konzert der Gruppe ab und stellte davon den Musikfilm Amon Düül plays Phallus Dei zusammen. Für den Spielfilm San Domingo schrieben sie die Filmmusik und erhielten dafür den Bundesfilmpreis.

In England gab es jedoch nur einige wenige Fans die von dem Können und der Qualität ihrer Musik überzeugt waren. Aber unter diesen Fans gab es sehr einflussreiche, deren Wort in der britischen Musikszene sehr viel Gewicht hatte. Zu diesen Fans zählte auch die Formation Hawkwind die von Amon Düül II so sehr angetan waren das sie die Werbetrommel kräftig rührten und nichts unversucht ließen den Namen Amon Düül II in England bekannt zu machen. Amon Düül II stand nun auf eigenen Beinen und war hoffähig geworden. Jetzt brauchte man einen Manager und man fand Olaf Kübler, zweiter Saxophonist bei Klaus Doldinger, der die Band mit seinem Enthusiasmus weiter vorantrieb. Die Doppel - LP Yeti war der erste große Beweis für diese Zusammenarbeit. Man ging ohne Dieter Serfas ins Studio um das Album aufzunehmen. Die Zeitung Fans schrieb über die Musik: "..expressionistische Musik und eine Art wilden, aggressiven Realismus, einen Taumel der Töne, ähnlich wie bei Pink Floyd, aber mit größerem Mut im Angriff und ohne innere Notwendigkeit zu ästhetischer Schönheit." Die Amon Düül -Klänge wurden im Ausland mit immer größerem Erstaunen und Bewunderung registriert. Das französische Magazin Rock & Folk: "Für uns ist es die Entdeckung einer neuen Dimension der Popmusik. eines fanatischen Surrealismus, eines neuen Schauspiels." Christian Vanders von Magma "zwang" Amon Düül II regelrecht, anlässlich eines Gigs in Paris im Gibus die ganze Nacht hindurch mit ihnen zu jammen.

Mit dieser Platte kam dann auch der große Durchbruch in England, was eigentlich umso unverständlicher war, da Rainer Bauers (Sandoz In The Rain) grauenhafter Umgang mit der englischen Sprache die nationalbewussten Briten eigentlich hätte verprellen müssen. Wenn man sich die Platte aber zu Gemüte führt merkt man das sie noch ausgereifter und die Arrangements noch ausgefeilter sind als auf dem schon hoch gelobten Erstlingswerk. Auf dem Titelstück zeigen Karrer, Weinzierl, Knaup und Co. dass sie das Zeug haben unvergleichliche Improvisationen zu Gehör zu bringen. Eigentlich hätten Amon Düül II jetzt in die Richtung der "Weltstars Made in Germany" gehen müssen, aber wie es bei der Band immer wieder der Fall war stellte sie sich harten Zerreißproben. Dadurch gab es natürlich auch Auswirkungen auf weitere Plattenproduktionen. Das Karussell der Bandmitglieder begann sich jetzt zunehmend in rasender Geschwindigkeit zu drehen, und das änderte sich in den kommenden Jahren auch nicht. Das war im Grunde genommen der Punkt, der bei Amon Düül II verhinderte, dass sie Megastars wurden und nur auf der vorletzten Stufe zu Superstars verweilten. Zum Beispiel der englische Bassist Dave Anderson wechselte zu Hawkwind, der Percussion - Spieler Shrat gründete seine eigene Formation Sameti. Zu der Zeit spielte Amon Düül II als erste deutsche Band im legendären Bremer Beat Club. Trotz aller Gerüchte ist nicht Shrat der Sensenmann auf dem Yeti Cover, sondern Krischke der Lightshowmann (leider 1970 gestorben) der Band. Falk U. Rogner verließ ebenfalls die Gruppe war aber für einige Gastauftritte weiterhin dabei.

Zudem war er der Mann der auch weiterhin das Artwork der Plattencover machte und dafür verantwortlich war. Für drei Monate wirkte Keith Forsey als zweiter Schlagzeuger bei Amon Düül II. Dann verließ Renate Knaup die Band um jedoch etwas später wieder zurückzukehren. Sie war eines der Bandmitglieder, die diese Prozedur wohl am häufigsten durchlebte. Es war ihre große Hassliebe zu Amon Düül II und ist heute geblieben. Wann immer sie konnte, arbeitete sie mit Popol Vuh ( Florian Fricke) um Ober - untertongesang zu pflegen und meditative Stimmübungen zu zelebrieren. Bei der Wahl zum Pop Poll der Musikzeitung Musik Express wählte man Amon Düül II zur beliebtesten Underground Band und man höre und staune zur zweitbesten Blues Band. Yeti wurde zum besten Album des Jahres gewählt.

Für die Aufnahmen zu Tanz Der Lemminge stießen Lothar Meid und der Keyboarder Karl-Heinz Hausmann zu der Münchner Band. Das Doppelalbum, auf dem sie ihr seinerzeit breitestes Spektrum ihres anscheinend unerschöpflichen Ideenfundus offenbarten, wurde vom New Musical Express als das bestes der Glanzlichter des Deutschen Rock gewürdigt. Die Musiker selbst merkten das es an der Zeit war, angelsächsische Rock-Hochburgen einzurennen. So war klar: "...dass die sich da drüben noch umgucken werden!", so die Band. Die englische Rockmusik langweilte sich bald in sterilen Wiederholungen und immer weiter fortschreitender Monotonie..

Hierbei sieht man ganz deutlich wie wichtig jetzt der Musikmarkt in England war. Es zeigt sich auch, dass der Stellenwert der Band dort gewaltig wuchs. Bei vielen Kritikern stieß die Doppel LP jedoch auf ein sehr geteiltes Echo. Man unterstellte Karrer und Weinzierl, dass die Stücke auf dem Album in Komposition und Arrangement viel zu brav und zu vorhersehbar seien. Wo war denn die Experimentierfreude und das ab und an aufkommende Jam–Feeling geblieben? Aber nichts destotrotz haben Krautrockfreunde in aller Welt jedes mal ihren Spaß, wenn sie die Platte auf dem Plattenteller rotieren lassen.

Schlimme Schlagzeilen hatte die Band 1971, als sie während einer Deutschland-Tournee im Kölner Keks-Club auftrat und dort bei einem Brand die gesamte Ausrüstung zerstört wurde. Bei diesem Inferno verloren vier Jugendliche ihr Leben.

In den Jahren 1972 bis 1974 hatte dann Amon Düül II, wenn man die Zahl der Veröffentlichungen anschaut ihre kreativste Zeit. Hierbei überzeugten sie dann Fans und Kritiker auf ein neues. Es entstanden die LPs Carnival In Babylon (1972), Wolf City (1973), Live in London (1973) und Vive La Trance (1974). Alle diese Alben waren Meilensteine auf dem Weg zur Unsterblichkeit, die Amon Düül II aber eigentlich mit ihren ersten Veröffentlichungen schon erlangt hatten.

Bei der Carnival in Babylon wirkte dann Falk U. Rogner nur noch als Gastmusiker mit. Danny Fichelscher wurde am Schlagzeug neues Mitglied bei Amon Düül II. Leider fand das Album wenig Anerkennung in der Presse, obwohl es weniger mysteriös, nicht so sphärisch dafür aber vokalhafter und nicht so aggressiv teutonisch, so der Melody Maker, war, wie ihre früheren Werke. Angeblich entfernte sich die Band immer mehr von ihrem Publikum. Im 71er Pop - Poll (vor der Babylon-Veröffentlichung) belegten sie beim Musik Express Platz eins der beliebtesten Underground-Gruppen, Tanz Der Lemminge wurde dort zu den fünf Platten des Jahres gerechnet, Popfoto zeichnete Amon Düül II als beste Live-Gruppe und zweitbeste Plattengruppe aus, Sounds führte Chris Karrer auf Platz sechs der Musiker des Jahres, Amon Düül II auf Platz sechs der Gruppen des Jahres und Tanz Der Lemminge ebenfalls unter den fünf besten Langspielplatten des Jahres.

Doch was sind schon Kritiker. Hier fanden sie wieder zurück zu der alten Experimentierfreude und dem Spielwitz der dem Lemminge Album in vielen Passagen abhanden gekommen war. Sie ruhten sich auch auf ihren Lorbeeren nicht aus, sondern auf den drei Studio – Alben zeigten sie wie man sich immer weiterentwickeln kann. Es waren hin und wieder klassische Songstrukturen zu erkennen, aber man beugte sich nicht den Vorgaben der Musikindustrie. Besser gesagt man beugte sich noch nicht und stand voll hinter dem was man da auf Vinyl presste.

Hausmann und Leopold verließen die Band am Ende des Jahres 1971. Peter Leopold begann ein Medizinstudium. Chris Karrer, John Weinzierl, Renate Knaup, Danny Fichelscher und die Neuzugänge Reinhold Spiegelfeld (Bass) und Rainer Schnelle (Orgel) starteten im Juni 1972 zur ersten England-Tournee der Gruppe. Nach der zehn Tage dauernden England-Tour bei der sie sogar im schon damals legendären Marquee Club spielten rühmten die Journalisten die Band als größte deutsche Rockband neben Can, glaubten aber nicht an eine große Fangemeinde. Für die Presse war die Band einfach zu intellektuell. Falk U. Rogner fand den Weg zurück und man veröffentlichte 1972 das Album Wolf City mit stark verbesserten Texten und sehr ausgewogener Komposition. Zur zweiten England-Tournee im Dezember 1972 fand sich neben Chris Karrer, John Weinzierl, Renate Knaup, Danny Fichelscher und Falk U. Rogner auch Peter Leopold wieder ein. Ihr Konzert am 16. 12. im Londoner Greyhound wurde mitgeschnitten und zwei Jahre später als Live in London veröffentlicht. Be der Wahl zum Pop - Poll '72 des Melody Maker wurde Amon Düül II auf Platz sieben der größten internationalen Hoffnungen gewählt. In der Zeitschrift Sounds rangierten sie auf Platz vier der Gruppen des Jahres, und Wolf City zählte zu den fünf besten LPs 1972. Popfoto wählte sie auf Platz vier der besten Live-Bands. Lothar Meid folgte nach der England-Tournee Keith Forsey in dessen neuer Formation 18 Karat Gold und wurde durch Robby Heibl ersetzt. Ohne Danny Fichelscher der zu Popol Vuh ging, spielte Amon Düül II das Album Vive La Trance ein. Das siebente LP-Werk, "...nur so strotzend an Kraft und Energie" (MusikSzene), stieß auf Ablehnung, denn "....die kälteste Band, die je zu hören war, hat nichts Originelles und Eigenständiges zu bieten" (Melody Maker) "....und begnügt sich mit einem nicht besonders anspruchsvollen Rock-Schema, dem psychedelische Effekte aufgepfropft wurden" (Flash). Auch hier ist das nur die Meinung von Kritikern. Man versuchte nun mit neuem Konzept das da lautete: "Wir spielen jetzt für unser Publikum und nicht mehr für uns selbst ."(Knaup).

Mal wieder mit neuer Besetzung ( Fichelscher und ohne Heibl, der zu Sameti abwanderte) gingen Amon Düül II im Mai/Juni 1973 auf die dritte England-Tournee. Zwischendurch flogen sie für einen Auftritt zum German Rock Super Concert in der Frankfurter Festhalle (19. Mai). Nach einer Tournee zusammen mit Can, zu der auch ein Auftritt beim Krefelder Deutsch-Rock-Festival gehörte, kam es schließlich zur unausweichlichen Katastrophe. Man ging seine eigenen Wege. Für eine Frankreich-Tournee im Winter 73/74 engagierten Chris Karrer, John Weinzierl und Peter Leopold kurzfristig Conny Veit (Gitarre), Nick Woodland (Gitarre), Andy Vix (Bass) und Jutta Weinhold (Gesang).

Danach wurde es still um das Aushängeschild deutscher Rockmusik. Knapp ein Jahr später entschlossen sie sich zum Comeback und produzierten das Album Hi Jack. Amon Düül II war zu dieser Zeit eigentlich absolut autonom. Dann begab man sich aber in die Fänge von Atlantic Records und es war mit der Eigenständigkeit vorbei. Atlantic drängte die Musiker dazu ihren Sound kommerzieller zu gestalten. Die Plattenfirma wollte mit Amon Düül auf dem amerikanischen Kontinent Fuß fassen. Ihren ersten Live-Auftritt in neuer Besetzung gab die Gruppe am 18. Januar 1975 in der ARD-Sendung Phonzeit. Gleichzeitig veröffentlichte ihre alte Plattenfirma die LP Lemmingmania, die vor allem die Single-Produktionen vergangener Jahre enthielt.

Die Band ließ es geschehen, dass man ihnen ein Diktat auferlegte und das Plattenlabel Atlantic verwarf sogar einen Entwurf für die LP Hi Jack den Chris Karrer eingebracht hatte. Das was Amon Düül II bei ihren vorherigen Produktionen auszeichnete die Arbeit im Kollektiv zu betreiben ging mehr und mehr verloren. Die musikalischen Ideen die man gemeinsam erarbeitete gingen bei der Produktion zu Hi Jack in die Binsen. Die Band vollzog einen Prozess der die musikalische und persönliche Kluft immer weiter größer werden ließ. Irgendwie begann die Entfremdung. Viele eigene Ideen konnten sie nicht mehr auf den Platten unterbringen, auch wenn es für einige Sequenzen dann doch noch eine Nische gab. Das Produkt und Projekt Amon Düül II glitt den Musikern mehr und mehr aus den Händen. Die Band, die Musiker und die Musik wurde von einem Majorlabel diktiert und nur Atlantic hatte das Ruder fest in der Hand. Chris Karrer sagte dazu: "Wir haben jetzt die Kontrolle über Amon Düül verloren!" Lothar Meid verließ Amon Düül 1975 und machte hauptsächlich Soloprojekte.

Mit Robby Heibl (Bass) und Nando Tischer(Gitarre)(Juni 2003 gestorben) nahm die Gruppe die Platte Made In Germany auf. Hier eine Aufarbeitung der deutschen Geschichte, welches wirklich nicht zu den Alben gehört die den Namen Amon Düül II verdienen. Auf diesem Werk fangen die Düüls auf einmal an, klassischen Rock zu zelebrieren. Es gibt nur noch sehr wenig was auf dieser Platte herausragt und für mich wohl eine der bedeutungslosesten Scheiben, denn sie lässt alles vermissen, was die Band und das Konzept Amon Düül jemals ausgemacht haben. Hier war es dann nur noch eine Klangcollage in der klassische Elemente und auch Rock Rhythmen wahllos verarbeitet wurden. Es wird auf vier Plattenseiten die Geschichte eines Mr. Kraut erzählt der in Ägypten von Außerirdischen entführt wird und man ihn dann auf den Mond schießt. Dort begegnen ihm berühmte Deutsche wie der Baron von Richthofen, Otto Lilienthal, Wilhelm II, Ludwig II, Walther von der Vogelweide und Eva Braun. Diese Personen gründen in der Galaxie eine Rockband und am Schlagzeug sitzt Adolf Hitler. Dann kehren sie auf die Erde zurück. Nachdem die Plattenfirma in Amerika ihr Veto eingelegt hatte wurde das Werk zerstückelt und die so brisanten Stellen beseitigt. Dann wurde das Werk mit neuer Hülle als einzelne LP wieder auf den Markt geworfen.

Chris Karrer war sich dann auch irgendwo bewusst, das, das einstige Denkmal Amon Düül begann in die Bedeutungslosigkeit zu versinken. Es gab immer weniger Auftrittsmöglichkeiten und man nahm dann 1978 die Platte Only Human auf die wohl das Ende aller Bemühungen war und diese Platte hatte Amon Düül II einfach nicht verdient. Einer der Musiker der hier mit verantwortlich zeichnete war Stefan Zauner, der uns allen als Frontmann der Schlagerformation Münchner Freiheit in schauriger Erinnerung ist. Jedoch fand seine Soloscheibe Narziss sehr viel Beachtung. Er stieß bereits 1977 zu Amon Düül II. John Weinzierl hatte die Band bereits verlassen denn er konnte die Demontage des wohl einstigen Flagschiffes des Krautrock nicht mehr mit ansehen. Im nachhinein eine weise Entscheidung.

Zu einer Tournee im November 1978 traten Amon Düül II mit dem Bassisten Peter Stimmel und dem Sänger Tommie Piper (wer kennt die Stimme von Alf nicht ) an. Von Vorteil war hier der Hang Pipers zur Komik, zu Masken und Kostümen so das Amon Düül II nicht in einem Inferno unterging, sondern erst einmal sanft zu Grabe getragen wurde.

Damit war Amon Düül II gestorben und es vergingen viele Jahre in denen die Fans den alten Alben huldigten und sich in Erinnerungen ergaben. Der Krautrock war mit Amon Düül II gestorben und es begann eine Ära in der, der Discosound die Oberhand gewann und man sich zu belanglosen Klängen bewegte. Lange mussten die alten Krautrock und Psychedelic – Jünger warten bis der Name Amon Düül II wieder in der musikalischen Landschaft erschien. 1981 gab es dann für die Fans einen Paukenschlag. Drei Jahre nach dem Ende der Band erschien auf einmal die LP Vortex und es gab jetzt zwei Bands mit dem Namen Amon Düül. Mit diesem Album Vortex kamen Chris Karrer, Renate Knaup–Krötenschwanz, Falk U. Rogner und Danny Fichelscher wieder zurück und schafften es sogar das Yeti, Lemminge und Vive La Trance Feeling wieder zum Leben zu erwecken. Hier passt es zu erwähnen, das Totgesagte wohl doch länger leben. Das Album selber wurde kein großer Erfolg. Es zeigt aber das die alte Energie und der Geist von Amon Düül doch noch lebendig waren.

Die zweite Formation die sich Amon Düül nannte war ein Projekt in Wales, das von John Weinzierl und Dave Anderson ins Leben gerufen wurde. Mit dabei war kein geringerer als Guy Evans von Van der Graaf Generator. Man muss aber die beiden Formationen ganz eigenständig sehen und auch voneinander unterscheiden. So nannte man die Waliser Band Amon Düül [UK]. In der Zeit von 1982 bis 1989 schafften sie es fünf Alben zu veröffentlichen, wovon aber eigentlich nur das Album von 1989 Fool Moon ein wenig an alte Zeiten erinnert. Diese Formation hatte und hat bis heute auch nicht annähernd den Stellenwert erreicht den Amon Düül II selbst in schlechtesten Zeiten hatte. Mitte der achtziger Jahre tauchte dann plötzlich der Name Amon Düül III auf. Die Band war aber nur auf Plakaten für die 1986 Tour von Hawkwind zu lesen und waren als Special Guest angekündigt. Weder bei Konzerten noch durch sonstige Dinge trat diese Gruppe in Erscheinung. Auch gibt es keine Platten von der angeblichen Formation. Man unkte, dass es sich um ein Missverständnis handelte oder das die Mitglieder von Hawkwind damit ihre Seelenverwandtschaft und ihre Liebe zu Amon Düül zum Ausdruck bringen wollten. Vielleicht sollte auch einfach der Name in der Öffentlichkeit wieder publik gemacht werden. Das werden wir aber wohl nie so ganz erfahren, und so gibt es halt wieder einen kleinen Mythos mit dem Namen Amon Düül III.

Die Achtziger neigten sich ihrem Ende entgegen und als die Neunziger noch in den Kinderschuhen steckten regte sich auf einmal Interesse am Krautrock. Bands wie Birth Control, Can, Guru Guru und Embryo, um nur einige zu nennen, standen wieder im Mittelpunkt des Interesses. Amon Düül II wird wieder als Band wahrgenommen und prompt erscheinen auch die ersten Platten. 1992 wird das Album Live in Concert veröffentlicht. Es handelt sich bei der Aufnahme um einen Mitschnitt eines BBC – Radiokonzertes, das aber schon 1973 eingespielt wurde. Und das an Kongenialität für ein Live-Konzert kaum noch zu überbieten ist. Was aber viel mehr Grund zur Freude gibt, ist dass die alten Weggefährten wieder zueinander fanden und finden. Hierbei ist es wohl vor allem John Weinzierl zu verdanken, dass er die alten Freunde wieder dazu bewegen konnte Amon Düül II ins Leben zurückzuholen.

Doch war der ausschlaggebende Faktor wohl der Tod des Hawkwind - Sängers Bob Calvert 1988. Ihm zum Gedenken plante John ein Memorialkonzert bei dem Amon Düül II eine tragende Rolle spielen sollten. Da er aber selbst wohl am wenigsten daran geglaubt hatte, sich und vor allem im Gedenken an Bob Calvert diesen Traum erfüllen zu können, begann er mit ungezügelter Hingabe seine eigene Show auf die Beine zu stellen. Aber wie das Leben so seine Kreise zieht, waren auf einmal Chris Karrer, Renate Knaup–Krötenschwanz und Peter Leopold zur Stelle. Bei dem Memorialkonzert spielten sie mit einigen Freunden die zur Verstärkung hinzugeeilt waren Titel wie Archangels Thunderbird, Eyeshaking King , Metropolis und Flower Of The Orient. Jetzt stand einer erneuten Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.

Es verging nur eine kurze Zeit und man spielte ein bemerkenswertes Konzert in Perugia (Italien), bei dem dann auch plötzlich Lothar Meid und Falk U. Rogner auf der Bühne standen. Wie überliefert wurde, gab es während des Konzertes wieder die bei Amon Düül II schon üblichen Spannungen. Alle waren anscheinend wieder vom Virus des ehemaligen Künstlerkollektives Amon Düül befallen. Das machte sich die Plattenindustrie immer mehr zu Nutze und es folgten nach der Live in London LP nicht weniger als sechs weitere Amon Düül II LPs und CDs.

1995 gab eine kleine Tour in Japan. Im Zuge dessen möchte ich nicht versäumen auf Jan Kahlert (Percussion,Gesang) hinzuweisen, der seither festes Mitglied bei Amon Düül II ist.

Seit der Zeit geben Amon Düül II in mehr oder weniger großen Abständen Konzerte. Unter Krautrockfans ist aber das Open Air von Kloster Cornberg mittlerweile legendär. Im Jahr 2001 begann das Amon Düül II Konzert auf Kloster Cornberg in der Nähe von Eschwege in einer fantastischen Atmosphäre mit einer Feuerschluckershow die, die Nacht erhellte und trotz massiver technischer und personeller Probleme mit den Soundmixern, ( hier waren leider Idioten am Werk), die der Band einfach die Monitorboxen ausschalteten, weil sie sich in ihrem Götterstatus gekränkt fühlten, lieferten die Düüls einen erneuten Beweis ihrer Genialität. Sollte es von diesem Konzert einen Mitschnitt geben wäre es langsam an der Zeit diesen auf eine Platte zu pressen. Gefolgt von einer erfolgreichen Clubtour gab es dann 2002 den nächsten Höhepunkt. Vor mehreren zehntausend Hippies feierten Amon Düül II auf Burg Herzberg in die Nacht und das war für mich persönlich einer der Höhepunkte des 2002 Herzberg Festivals. Gefolgt von einer weiteren Tour sind Amon Düül II 2003 ins Studio gegangen und wie mir John Weinzierl erzählte haben alle eine vornehme Sommerblässe denn in einem Studio ist der Sonneneinfall gleich null.

Auf das Endprodukt dürften alle Krautrock Fans gespannt sein denn die Herren und die Dame sind zwar an Jahren etwas älter geworden, aber das Herz schlägt weiterhin auf der linken Seite wie zu besten Kommunezeiten und nur das zählt und ist wichtig. Außerdem erstreitet man im Moment in Hamburg vor Gericht die Rechte an sämtlichem Amon Düül II Material. Denn das gehört in die Hände der Musiker und nicht in den Safe eines Majorlabels, das damit nur seinen eigenen Geldbeutel füllt. Somit kann man sicher sein, das die Geschichte von Amon Düül II noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.

Diese Story kein Nachruf an eine der besten deutschen Rockbands, sondern nur ein kleiner zeitlicher Ablauf bis zum heutigen Tag. Mögen noch viele Tage mit Amon und Düül folgen.

Quellen: Diverse Rocklexika und Veröffentlichungen sowie Renate Knaup (Krötenschwanz) , Chris Karrer und John Weinzierl ( auch wenn es nicht immer einfach war und Kurt und ich viel genervt haben).

Michael Tölle

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